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Syrien-Krieg: Rebellen wollen an Friedensgesprächen teilnehmen

Am 23. Januar sollen in der kasachischen Hauptstadt Astana Friedensgespräche zum Bürgerkrieg in Syrien stattfinden. An diesen möchten neben Regierungsvertretern der beteiligten Parteien auch mehrere Rebellengruppen teilnehmen.

Syrien hat durch den Bürgerkrieg großen Schaden genommen

Der Bürgerkrieg hat, wie hier in der antiken Oasenstadt Palmyra, überall in Syrien tiefe Spuren der Verwüstung hinterlassen.

Mehrere syrische Rebellengruppen wollen sich an den Friedensgesprächen zu Syrien in der kasachischen Hauptstadt Astana beteiligen. Mohammad Allusch, ein Anführer der einflussreichen islamistischen Gruppe Dschaisch al-Islam, sagte am Montag: "Alle Rebellengruppen gehen hin. Alle haben ihr Einverständnis gegeben." Die Gespräche in Astana seien Teil eines Prozesses, um das Blutvergießen "durch das Regime und seine Alliierten" zu stoppen. Auch andere Rebellenführer machten deutlich, dass sie an den Gesprächen in Astana teilnehmen wollten.

Die Gespräche in Astana werden unter der Federführung Russlands, der Türkei und des Iran vorbereitet. Sie sollen am 23. Januar stattfinden, drei Tage nach dem Amtsantritt des neuen US-Präsidenten Donald Trump. Moskau hat auch das Team von Trump zu den Gesprächen in Kasachstan eingeladen. Formelle Friedensverhandlungen für Syrien unter der Schirmherrschaft der UNO sind für den 8. Februar in Genf geplant.

Steinmeier betont Europas Rolle im Syrien-Konflikt

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) sagte beim Treffen der EU-Außenminister in Brüssel: "Wir müssen reden über die Rolle, die Europa im weiteren Prozess zukommt und vor allen Dingen darauf dringen, dass der Verhandlungsprozess über die Zukunft Syriens zurück in die Hände der Vereinten Nationen gegeben wird." Die Bemühungen Russlands und der Türkei für eine "Deeskalation" würden verfolgt. Noch sei unklar, "wann der Wiederbeginn der Verhandlungen in Genf zu erwarten ist". Er betonte: "Aber darauf muss es hinauslaufen."

mrk / AFP