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Doping im Radsport: Freispruch für Tour-Sieger Contador

Überraschende Kehrtwende im Fall Alberto Contador: Der dreifache Tour-de-France-Sieger ist von der Disziplinarkommission des spanischen Radsport-Verbandes vom Dopingvorwurf freigesprochen worden. Der Spanier, der seit dem letzten September suspendiert war, ist damit wieder startberechtigt.

Der spanische Radsport-Verband (RFEC) hat den dreimaligen Tour-de-France-Sieger Alberto Contador vom Vorwurf des Dopings freigesprochen. Das teilte sein Anwalt Andy Ramos am Dienstagabend in Madrid mit. "Die Gerechtigkeit hat gesiegt", sagte der Jurist. Contador sei sehr glücklich. Der 28-Jährige sei von sofort an wieder startberechtigt. Es wird damit gerechnet, dass er bereits an diesem Mittwoch an der Algarve-Rundfahrt in Portugal teilnimmt.

Contador war am zweiten Ruhetag der vergangenen Tour in Pau positiv auf das Kälbermastmittel Clenbuterol getestet worden. Das Anti-Doping-Labor in Köln hatte den Beweis erbracht. Der Madrilene führte den Befund jedoch auf den Genuss eines verunreinigten Steaks zurück und bestritt Doping: "Ich bin das Musterbeispiel eines sauberen Sportlers."

In einer vorläufigen Entscheidung hatte der RFEC sich vor knapp drei Wochen noch dafür ausgesprochen, Contador für ein Jahr zu sperren und ihm den Gewinn der Tour 2010 abzuerkennen. Contador machte aber in seinem Einspruch geltend, dass er das verbotene Mittel nicht absichtlich genommen habe. Auch könne ihm keine Nachlässigkeit zur Last gelegt werden.

kbe/DPA

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