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EISHOCKEY: 1:4 - Zach-Bubis scheitern im Viertelfinale

Die deutschen Eishockey-Cracks träumen vom Halbfinale, Hans Zach pokert mit dem Personal und hinter den Kulissen tobt ein heftiger Streit.

Aus der Traum vom Halbfinale. Die deutsche Eishockey- Nationalmannschaft hat nach 1993 und 1996 zum dritten Mal die Runde der besten Vier bei der Weltmeisterschaft verpasst und muss nach der 1:4-Niederlage gegen Finnland die Koffer packen. Die Schützlinge von Bundestrainer Hans Zach knüpfte am Donnerstag vor 18 514 Zuschauern in der Kölnarena an ihre größtenteils sensationellen Leistungen in der vorangegangen sechs Spielen an, scheiterte aber an der eiskalten Chancenverwertung der finnischen »Löwen«. Den Ehrentreffer erzielte Tobias Abstreiter in der 58. Minute.

Die deutsche Mannschaft bestätigte mit großartigem Einsatz und spielerischem Können ihre bisherigen Klasse-Leistungen. Drei Jahre nach dem Abstieg in der Schweiz geht die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) bei der WM im kommenden Jahr in Schweden als Weltranglisten-Achter an den Start.

Überraschende Aufstellung

Zach hatte seine junge Mannschaft vor dem »Spiel des Jahres« noch einmal aufgemuntert: »Ich hoffe, dass wir die Partie so lange wie möglich offen gestalten und das Spiel nicht schon nach dem ersten Drittel entschieden ist.« Mit den nachträglich nominierten Christoph Schubert und Sven Felski konnte Zach erstmals vier Blöcken aufs Eis bringen. In der ersten Abwehrreihe schenkte der Bundestrainer überraschend den beiden 19-jährigen WM-Neulingen Schubert und Dennis Seidenberg das Vertrauen. Felski löste Thomas Greilinger ab, den Zach vor dem Viertelfinale aussortiert hatte.

Welle der Begeisterung

Die Welle der Begeisterung, die schon zum 3:1 gegen die Schweiz und zum 2:2 gegen Weltmeister Tschechien getragen hatte, beflügelte die DEB-Auswahl auch im Kölner Hexenkessel. Das junge DEB-Team war spielerisch gleichwertig, besaß durch Marco Sturm zwei hochkarätige Möglichkeiten, doch nach dem ersten Drittel führte Finnland mit 1:0. Sami Salo nutzte eine Strafzeit von Daniel Kreutzer und ließ DEB-Torwart Christian Künast keine Abwehrchance.

Auch der zweite Durchgang brachte dem DEB-Team kein Glück. Die Zach-Bubis wuchsen erneut über sich hinaus, setzten die Finnen mit hohem Tempo und bravourösen Einsatz mächtig unter Druck und zwangen Finnlands Torhüter Pasi Nurminen immer wieder zu Glanzparaden. Doch die mit zwölf NHL-Stars angetretenen Finnen schlugen in höchster Bedrängnis eiskalt zu. Tony Virta und Jukka Hentunen nach perfektem Zuspiel von Timo Parsinnen sorgten für die Vorentscheidung.

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