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Eishockey: Eisbären kassieren Heimniederlage

Die Eisbären haben den frühzeitigen Einzug ins Playofffinale verpasst. Der Titelverteidiger kassierte auf eigenem Eis eine überraschende 1:3 (0:0, 1:1, 0:2)-Niederlage gegen Außenseiter Straubing Tigers.

Die Eisbären haben den frühzeitigen Einzug ins Playofffinale verpasst. Der Titelverteidiger kassierte auf eigenem Eis eine überraschende 1:3 (0:0, 1:1, 0:2)-Niederlage gegen Außenseiter Straubing Tigers. In der Halbfinal-Serie führen die Hauptstädter jedoch noch mit 2:1-Siegen und können am Mittwoch mit einem Erfolg in Straubing weiterkommen.

Vor 14.200 Zuschauern wehrten sich die Gäste aus Niederbayern verbissen gegen das vorzeitige Saison-Aus. Durch frühes Stören zwangen die Tigers die Eisbären immer wieder zu Fehlern und ließen die Berliner so gar nicht erst in Spiellaune kommen.

Berlins Schlussmann Rob Zepp verhinderte zunächst lange Zeit erfolgreich die mehrfach in der Luft liegende Straubinger Führung, doch gegen den vom eigenen Mitspieler abgefälschten Schuss von Bruno St. Jacques, den Bernhard Keil noch abfälschte (34.), war auch der Nationalkeeper machtlos, die entscheidende Richtungsänderung gab Richie Regehr mit dem Schlittschuh.

Dabei waren die Eisbären im ersten Drittel eigentlich das bessere Team, hatten mehr Spielanteile und ein klares Chancenübergewicht. Doch selbst beste Möglichkeiten wie die von Mads Christensen (9.) oder T.J. Mulock (12.), Barry Tallackson (13.) konnte der amtierende Meister nicht nutzen, weil Barry Brust immer wieder glänzend reagiert.

Dem stand Rob Zepp im Tor der Berliner allerdings in Nichts nach, der sich ebenfalls mehrfach auszeichnen konnte, wie beim Solo von Sandro Schönberger (12.) oder beim direkten Duell mit Andy Canzanello in der 19. Minute.

Die Tigers übernehmen die Kontrolle

Mit Beginn des zweiten Drittels übernahmen die Tigers die Kontrolle und wurden stärker. Den Auftakt machte Sandro Schönberger 22.), der, wie ein Videobeweis belegt, am Pfosten scheiterte. Berlin hatte dem Anlaufen der Niederbayern zunächst wenig entgegenzusetzen, hatte in dieser Phase Glück, dass Goalie Zepp seine Mannschaft mit ausgezeichneten Reaktionen im Spiel hielt.

Eine Vierfachchance in der 29. Minute, als zunächst Calvin Elfring doppelte scheiterte, innerhalb von 10 Sekunden dann auch noch Schönberger und Dustin Whitecotton verpassten, weil Zepp wie ein Derwisch durch den Torraum fegte, war ein weiterer Beleg für die Qualitäten, die der Berliner Goalie in den Playoffs vorweisen kann.

Schnelle Antwort Berlins

Nach dem Führungstreffer der Tigers kamen die Eisbären jedoch schnell zurück, Laurin Braun hatte in Unterzahl die Scheibe im Angriffsdrittel erobert, Bruno St. Jacques bügelte seinen Fehler mit einem Foul aus und nur 95 Sekunden nach dem Rückstand konnte Braun per Penalty ausgleichen.

Die Entscheidung fiel, als Eisbären-Verteidiger Richie Regehr bei eigener Überzahl ein katastrophaler Fehlpass vor dem Tor unterlief, den Dustin Whitecotton (49.) abfangen und nach Vorarbeit von Schönberger zum 2:1 für Straubing verwertete. Laurent Meunier (58.) setzte den Puck zum 3:1-Endstand ins leere Berliner Tor. So setzte sich am Ende das kämpferisch bessere gegen das technisch reifere Team durch. Und die Berliner müssen am Mittwoch erneut in Niederbayern antreten.

sportal.de / sportal

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