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Eishockey: Frauen-WM in China wegen SARS abgesagt

Nachdem schon mehr als 50 Menschen an SARS gestorben sind, die meisten davon in China, hat der Internationale Eishockey-Verband die für nächstes Wochenende geplante WM der Frauen auf unbestimmte Zeit verschoben.

Der Eishockey-Weltverband (IIHF) hat die bevorstehende Frauen-Weltmeisterschaft in China wegen der in Südostasien ausgebrochenen tödlichen Lungenkrankheit SARS abgesagt. «Die Situation hat sich in den letzten Tagen drastisch verschlechtert, so dass wir die Gesundheit der Mannschaften und ihrer Begleiter nicht mehr garantieren konnten», sagte IIHF-Präsident Rene Fasel am Sonntag in Zürich. Nach Konsultationen mit dem Verbands- Chefarzt Mark Aubry und anderen Medizinern wurde das vom 3. bis 9. April in Peking vorgesehene Turnier abgesagt.

Deutsche Mannschaft bereits in China

Die deutsche Nationalmannschaft, die bereits am vorigen Donnerstag nach China gereist war und am Samstag in Peking ein Testspiel gegen Schweden (0:5) bestritt, traf am Sonntag die Vorbereitungen für einen unverzüglichen Rückflug. Die ebenfalls schon in der chinesischen Hauptstadt eingetroffen Teams aus der Schweiz, Schweden und Russland wurden vom Weltverband aufgefordert, sobald wie möglich die Heimreise anzutreten. Finnland, die USA und Kanada hatten die Anreise wegen der gesundheitlichen Bedenken hinauszögert.

Die Gesundheit der Sportler habe absoluten Vorrang, erklärte Fasel, «auf Grund neuester Berichte über die Ausbreitung der Krankheit und auf ausdrücklichen Rat der Mediziner blieb uns keine andere Entscheidung übrig». Mindestens 57 Menschen sind bisher an dem Schweren Akuten Atmungssyndrom (SARS) gestorben. Weltweit leiden 1600 Menschen an der Lungenkrankheit. Mit 800 Krankheitsfällen und 34 Toten ist China das am schlimmsten betroffene Land.

Der Weltverband will in den kommenden Tagen entscheiden, ob das Turnier zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt wird. Die WM 2004 findet im kanadischen Halifax statt.

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