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Golf: WGC Cadillac Championship - Rose triumphiert, Woods gibt auf

Beim Golf gewinnt oftmals der, der am wenigsten Fehler macht. Auf dem Blue Monster Kurs in Doral war das Justin Rose, der am Ende einer dramatischen Runde jubeln durfte. Verlierer waren vor allem Keegan Bradley und Bubba Watson, zum Pechvogel avancierte Tiger Woods, der verletzt aufgeben musste.

Justin Rose hat die WGC Cadillac Championship auf dem Blue Monster Kurs in Doral gewonnen. Der Engländer setzte sich mit einem Schlag Vorsprung vor Bubba Watson aus den USA durch. Tiger Woods gab auf der Schlussrunde nach elf gespielten Löchern mit Achillessehnenproblemen auf. Martin Kaymer beendete das Turnier nach einer 74er Schlussrunde als geteilter 20.

Die letzte Runde des mit 8,5 Millionen Dollar dotierten Turniers, das sowohl zu US PGA Tour als auch zur European Tour zählt, bot spannende Unterhaltung und lieferte die Erkenntnis, dass konstantes Spiel und wenige Fehler beim Golf oftmals den Schlüssel zum Sieg darstellen. Justin Rose spielte eine 70er Schlussrunde und durfte mit einem Gesamtergebnis von 16 Schlägen unter Par den Siegerscheck in Höhe von 1,4 Millionen Dollar in Empfang nehmen.

Bogey von Rose an der 18 ohne Folgen

Vor dem Finale hätte Rose kaum erwartet mit einer 70er Runde den Titel gewinnen zu können, doch es reichte aus, weil seine Konkurrenten zu viele Fehler machten. "Als ich die Führung übernommen habe, habe ich versucht, alles so gut es geht zu kontrollieren. Es geht dann nur noch darum, es zu Ende zu bringen", erklärte Rose bei pgatour.com.

Wie schwer das sein kann, zeigte sich auf der 18. Spielbahn, als er mit einem Bogey die Tür für Bubba Watson noch einmal aufmachte. Der Amerikaner hätte mit einem Birdie am letzten Loch ein Stechen erzwingen können, doch er nutzte diese Gelegenheit nicht.

Bubba Watson: Genie und Wahnsinn

Die Art und Weise war symptomatisch für eine wilde Schlussrunde des Longhitters. Watson hatte den Abschlag verzogen und sich mit einem tollen zweiten Schlag tatsächlich noch die Birdiechance erspielt. Den Putt aus rund drei Metern konnte er jedoch nicht versenken. Watson war als Spitzenreiter auf die letzte Runde gegangen und zeigte dann, wie nah bei ihm Genie und Wahnsinn stets beieinander liegen.

Er traf nicht ein einziges Fairway auf den ersten neun Löchern und kassierte vier Bogeys. Dennoch schaffte er es auch immer wieder, sich aus misslichen Lagen mit famosen Schlägen zu befreien, weshalb er am Ende überhaupt noch eine Siegchance hatte. Ähnlich erging es auch Keegan Bradley.

Sergio Garcias kleines Drama 

Als Watson zu Beginn der Runde schwächelte hatte der Amerikaner seinen großen Auftritt. Nach sieben Löchern lag er für den Tag drei Schläge unter Par und hatte als Spitzenreiter zwei Schläge Vorsprung. Dann schlug das Pendel in die andere Richtung aus. Bradley spielte die nächsten elf Löcher mit sechs Schlägen über Par und fiel schließlich auf den geteilten achten Rang zurück.

Fernab von der Entscheidung um den Sieg beim WGC Cadillac Championship erlebte Sergio Garcia sein ganz persönliches Drama. Nach einem Eagle an Bahn eins erfuhr der Spanier am dritten Loch, warum der Kurs Blaues Monster heißt. Vier Bälle schlug Garcia ins Wasser, erst mit dem zwölften Schlag brachte er die Kugel im Loch unter.

Woods mit Problemen an der Achillessehne 

Für Tiger Woods endete der Tag dagegen vorzeitig. Nach elf Löchern packte er seine Sachen und verließ humpelnd den Platz. "Ich spürte schon beim Aufwärmen eine Reizung in der linken Achillessehne und es wurde dann immer schlechter. Als ich den Abschlag an der 12 gemacht hatte, entschloss ich mich aufzugeben. In der Vergangenheit habe ich oft weitergespielt, aber jetzt habe ich getan, was nötig war", erklärte Woods bei pgatour.com.

Alle Fans und Experten werden mit bangen Blicken den Genesungsverlauf von Woods beobachten. Der Rückschlag für den ehemaligen Superstar ist bitter, schien er doch gerade auf dem Weg zurück zu alter Stärke zu sein. Im letzten Jahr hatte er drei Monate lang wegen einer Achillessehnenverletzung gefehlt. Wie es jetzt mit Woods weitergeht ist noch nicht klar. 

Kaymer ohne Chance, McIlroy stark 

Der neue Weltranglisten-Erste Rory McIlroy belegte am Ende den dritten Platz und zeigte nach seinem Sieg beim Honda Classic in der letzten Woche erneut eine starke Leistung. Den Turniersieg vergab er am ersten Tag, als er mit einer 73er Runde die entscheidenden Schläge einbüßte.

Martin Kaymer knüpfte in Doral an seine durchwachsenen Ergebnisse in dieser Saison an. Eine grandiose 64er Runde am zweiten Tag blieb ein Ausrutscher im positiven Sinne. Seine übrigen drei Runden reichten nicht aus, um ernsthaft um eine Topplatzierung mitzuspielen.

sportal.de / sportal

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