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Handball-Champions-League: Kiel deklassiert die Löwen

Der THW Kiel hat seinem Namen als beste Vereinsmannschaft der Welt wieder einmal alle Ehre gemacht. Die Rhein-Neckar Löwen hatten im Halbfinal-Hinspiel in der Champions League nicht den Hauch einer Chance. Das Rückspiel dürfte für die Kieler jetzt nur noch Formsache sein.

Der deutsche Handball-Meister THW Kiel kann auf seinem Weg zum Triple bereits mit dem Champions-League-Finale planen. Die Norddeutschen bezwangen im Hinspiel der Vorschlussrunde am Sonntag die Rhein-Neckar Löwen überzeugend mit 37:23 (20:8). Im Rückspiel am Donnerstag genügt der Mannschaft von Trainer Alfred Gislason eine Niederlage mit 13 Treffern Differenz zum Weiterkommen.

Bester Werfer der Partie war THW-Rückraumspieler Filip Jicha mit zwölf Treffern. "Löwen"-Nationalspieler Oliver Roggisch (48.) und der Norweger Börge Lund (54.) auf Seite des THW sahen jeweils mit der dritten Zeitstrafe die Rote Karte.

Beide Teams boten sich ungeachtet der hitzigen Aussagen beider Führungsriegen zur angeblichen Manipulationsaffäre um den THW im Vorfeld der Begegnung ein umkämpftes, aber sportlich faires Duell. Nach ausgeglichenem Beginn deklassierten die Kieler den Kontrahenten im ersten Abschnitt. Die wie im Rausch spielende Mannschaft von der Förde baute ihre 9:7-Führung bis zum 18:7 aus, ehe Mariusz Jurasik den ersten Treffer für die "Löwen" nach 14-minütiger Torflaute erzielte (28. Minute).

Fritz verhindert ein Debakel

Die Süddeutschen offenbarten in dieser Phase eine Reihe technischer Fehler und fehlende Präzision im Abschluss. Den Rest wehrte "Zebra"-Schlussmann Thierry Omeyer erfolgreich ab. Zudem konnten sich die Mannheimer beim Ex-Kieler Henning Fritz bedanken, der zahlreiche weitere THW-Würfe glänzend parierte. Der frühere Nationaltorhüter war zuvor frenetisch von den 10 250 Zuschauern in der ausverkauften Sparkassen-Arena begrüßt worden.

Nach dem Wiederbeginn ließ die Konzentration beim THW etwas nach, sodass die "Löwen" den Rückstand verkürzen konnten (15:23). Gegen Ende drehten die Hausherren nochmals auf und machten den Finaleinzug so gut wie perfekt.

Im zweiten Semifinal-Hinspiel unterlag am Samstag der HSV Hamburg dem spanischen Titelverteidiger BM Ciudad Real mit 29:30 (13:12). Das Rückspiel in der Quijote Arena findet am Samstag statt.

DPA / DPA

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