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Handball: DHB-Pokal - Kiel gewinnt Final-Four-Finale gegen Flensburg

Mit dem Sieg des Final Four im DHB-Pokals über die SG Flensburg-Handewitt hat der THW Kiel einen weiteren Punkt auf der To-Do-Liste abgehakt. Doch das Unternehmen perfekte Saison geht weiter.

Ein am Ende klares 33:21 (15:15) gegen den ewigen Rivalen SG Flensburg Handewitt hat dem THW Kiel den DHB-Pokalsieg und damit den zweiten Titel auf dem Weg zu einer perfekten Saison beschert.

Damit ist der THW in dieser Saison national weiter ohne Niederlage. Mit dem Gewinn der Champions League beim Final Four am letzten Mai-Wochenende in Köln und noch fünf Bundesliga-Siegen würden die Zebras historisches vollbringen: Drei Titel und eine gesamte Spielzeit ohne Niederlage in Deutschland.

Nach dem Kraftakt gegen die Flensburger umarmte Trainer Alfred Gislason jeden seiner Spieler, die zuvor im Kreis über das Parkett gesprungen waren. Die Flensburger hingegen standen auf der anderen Seite des Spielfeldes, ließen die Köpfe hängen und applaudierten ihren Fans. 13.056 Zuschauern in der ausverkauften O2 World hatten ein packendes Endspiel erlebt, in dem Filip Jicha für Kiel elf Tore warf und Anders Eggert für Flensburg neunmal traf.

Flensburg spielt zunächst nicht den toten Hund

Die SG Flensburg-Handewitt wollte dem Favoriten ein Bein stellen. "Alle wissen, dass der THW Kiel der Riesenfavorit ist. Aber wir werden uns nicht wie ein toter Hund aufs Parkett legen", sagte Flensburgs schwedischer Trainer Ljubomir Vranjes. Dabei war bereits das Erreichen des Endspiels nach Meinung des Managers für den Bundesliga-Zweiten ein Erfolg. "Das ist eine erste Krönung einer tollen Saison", sagte Holger Kaiser.

Doch die Flensburger wollten mehr - und zeigten dies auch. In der rassigen Partie setzten sie sich schnell auf 4:1 (7.) ab. Und nachdem Kiel beim 10:9 (21.) erstmals führte, drehte der Bundesliga-Zweite das Spiel beim 12:10 (24.) wieder zu seinen Gunsten. Dabei spielte Flensburg variabel und hatte in Torhüter Mattias Andersson einen starken Rückhalt. Kiel dagegen setzte vor allem auf seinen wurfgewaltigen Rückraum. Die Asse um den ehemaligen Welthandballer Filip Jicha scheiterten jedoch zu oft beim Torwurf, so dass bis zum 15:15 zur Pause kein Team enteilen konnte.

Doch in typischer Kieler Manier suchte der Rekordmeister unentwegt seine Chancen und nutzte sie dann auch eiskalt. Drei Tore binnen zwei Minuten sorgten beim 22:19 (41.) für die erste Drei-Tore-Führung des Meisters, von dem er bis zu Ende zehrte.

sportal.de / sportal

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