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Handball Frankreich schlägt Slowenien


Frankreich hat seine Minimalchance auf die Halbfinalteilnahme bei der EM in Serbien gewahrt, vom Glanz vergangener Zeiten war beim Titelverteidiger aber nichts zu sehen. Mit Ach und Krach erkämpften Les Bleus einen 28:26-Sieg gegen Slowenien.

Frankreich hat sich vom Schock der Niederlagen gegen Spanien und Ungarn ein wenig erholt und am ersten Spieltag der Hauptrundengruppe 2 gegen Slowenien mit 28:26 gewonnen. Die Mannschaft von Trainer Claude Onesta musste aber wieder lange zittern.

Die Experten werden sie genannt, und nachdem Frankreich die letzten vier großen Titel gewonnen hat, trägt die Mannschaft diesen Beinamen auch verdientermaßen. Bei der diesjährigen EM ist bisher von der einstigen Klasse aber noch nicht viel zu sehen.

Mit Nikola Karabatic (zwei Tore) schwächelt der Kopf der Mannschaft und auch die gefürchtete Defensive um Didier Dinart funktioniert in Serbien bisher nicht. Dass es gegen Slowenien dennoch zum Sieg reichte, lag an Keeper Thierry Omeyer, der im entscheidenden Moment zur Stelle war.

Slowenien mit starkem Auftakt

Es dauerte gut 44 Minuten, bis Frankreich in Überzahl durch einen Treffer von Bertrand Gille erstmals in Führung ging. Bis dahin lieferten die Slowenen eine glänzende Vorstellung ab. Vor allem in Anfangsphase hatte der Außenseiter alles im Griff und nach 20 Minuten eine 11:7-Führung erkämpft.

Slowenien glänzte mit einer starken Abwehrleistung und machte die gefährlichen französischen Rückraumschützen immer wieder frühzeitig fest, bevor sie zum Wurf ansetzen konnten. Gleichermaßen agierten Les Bleus in der Defensive ungewohnt passiv und bekamen die variabel angreifenden Slowenen nicht in den Griff.

Das änderte sich gegen Ende der ersten Halbzeit, als Frankreich die 6:0-Deckung wie zu besten Zeiten viel offensiver auslegte und das Aufbauspiel des Gegners störte. Schnelle Gegenstoßtore von Karabatic und Xavier Barachet waren die Belohnung. Mit zwei technischen Fehlern kurz vor dem Wechsel trugen die Slowenen ihren Teil dazu bei, dass Frankreich bis auf 14:15 herankam.

Frankreich ohne Ruhe im Spiel

In der zweiten Hälfte lieferten sich beide Teams ein hart umkämpftes Match, in dem keine Mannschaft mehr entscheidend davonziehen konnte. Selbst als die Franzosen die Führung übernommen hatten, gelang es ihnen nicht, Ruhe in ihr Spiel zu bringen.

Als Samuel Honrubia mit einem Zaubertor hinter seinem Rücken in der 57. Minute das 27:25 erzielt hatte, schien schon die Vorentscheidung gefallen, doch ein unkonzentrierter Abschluss von Gille und ein völlig überhasteter Wurf von Daniel Narcisse, brachten die Slowenen wieder ins Spiel.

So musste Omeyer in der letzter Minute gleich zweimal gegen freistehende Slowenen parieren, um den Ausgleich zu verhindern. Erst nach dem letzten Treffer von Jerome Fernandez Sekunden vor Schluss durfte Frankreich endlich jubeln. Xavier Barachet war mit sechs Toren bester Schütze des Titelverteidigers, Luka Zvizej traf für Slowenien ebenfalls sechsmal.

Ungarn kassiert erste Niederlage

Zuvor hatte Ungarn zum Auftakt der Hauptrunde seine glänzende Ausgangsposition mit einer 21:27-Niederlage gegen Island verspielt. Es war die erste Niederlage für Ungarn bei dieser EM. Arnor Atlason und Gudjon Valur Sigurdsson waren mit jeweils fünf Toren beste Werfer der Isländer, Gabor Csaszar war für die Magyaren siebenmal erfolgreich. 

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