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Handball: Haaß und Kraus fehlen, Rookies drängen ins DHB-Team

Im Kader von Bundestrainer Martin Heuberger gegen Island finden sich zwei Debütanten, dafür fehlen gleich mehrere Routiniers. Ex-Kapitän Pascal Hens feilscht derweil mit dem DHB um den Ort für sein Abschiedsspiel.

Handball-Bundestrainer Martin Heuberger hat seinen Kader für das Länderspiel gegen Island am 14. März in Mannheim bekannt gegeben. Beim ersten Länderspiel nach der verpatzten EM in Serbien fehlt erneut Michael Kraus, der bereits die EM aufgrund mehrerer Verletzungen verpasst hatte.

Heuberger verzichtet auf EM-Versager

Auch Michael Haaß (Frisch Auf Göppingen) fällt aufgrund einer Fußoperation aus, sodass Steffen Weinhold (TV Großwallstadt) auf der Spielmacherposition seine Chance bekommen wird.

"Steffen wollte ich schon letztes Jahr beim Supercup berufen. Leider hat er sich damals verletzt und kam auch für die EM nicht mehr infrage. Jetzt ist es an der Zeit, dieses Projekt noch einmal anzuschieben", begründete Heuberger die Nominierung. Mit Dominik Klein, Christian Sprenger (THW Kiel) und Christoph Theuerkauf (TBV Lemgo) fehlen drei weitere Akteure aus dem EM-Kader.

Pekeler und Sellin vor Debüt

In Hendrik Pekeler (Bergischer HC) und Johannes Sellin (Füchse Berlin) nominierte Heuberger dafür zwei Debütanten. "Es gibt einige jüngere Spieler, von denen ich sehen möchte, wie sie sich im Nationalteam behaupten", erklärte Heuberger, der damit die Verjüngung des Kaders weiter fortsetzt. Gegen Island werden elf Spieler im deutschen Kader stehen, die mit Heuberger bereits Welt- oder Europameister bei den Junioren waren. 

Eine weitere interessante Personalie ist Pascal Hens. Nach 199 Länderspielen in fast elf Jahren und der enttäuschenden EM in Serbien hatte Hens seinen Rücktritt aus der Nationalmannschaft erklärt. Der Deutsche Handballbund will Hens auf jeden Fall ein Abschiedsspiel und gleichzeitig sein 200. Länderspiel ermöglichen.

"Ex" Hens will die 200 nur in Hamburg vollmachen

"Es wäre schön, wenn es ein Länderspiel in Hamburg ist vor meiner Kulisse", stellt Hens jedoch klar. Der DHB will seinem Wunsch nachkommen. "Er bekommt sein 200. Spiel auf jeden Fall. Wenn es Hamburg sein soll, müsste er aber bis Herbst warten", sagte Horst Bredemeier, der Vizepräsident des DHB.

Das wird Hens wohl verschmerzen können, denn so richtig weg aus der Nationalmannschaft ist Hens sowieso noch nicht. "Ex-Nationalspieler hat mich noch niemand genannt", sagte Hens mit schelmischem Grinsen.

sportal.de / sportal

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