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Handball: Kiel gewinnt Spitzenspiel in Berlin

Zehn Spiele, zehn Siege – der THW Kiel ist auf nationaler Ebene derzeit nicht zu bezwingen. Auch die Füchse Berlin, die vor der Partie nach Verlustpunkten ärgster Verfolger der Norddeutschen waren, konnten daran nichts ändern. In einer am Ende dramatischen Partie gewann der THW Kiel mit 32:33.

Der THW Kiel hat seinen Vereinsrekord ausgebaut und mit dem zehnten Sieg im zehnten Spiel seine Vormachtstellung in der Bundesliga eindrucksvoll bestätigt. Die Norddeutschen setzten sich mit 33:32 im Spitzenspiel beim bis dahin ärgsten Verfolger, den Füchsen Berlin, durch.

Daniel Narcisse (9) für Kiel und Iker Romero (8/5) für Berlin waren die überragenden Torschützen. Pikant: Im Achtelfinale des DHB-Pokals treffen die beiden Champions-League-Starter am 14. Dezember erneut aufeinander.

Dass Kiel nicht unantastbar ist, hatten in der Champions League die Niederlage gegen Montpellier und das Remis bei Ademar Leon gezeigt und auch die Berliner waren phasenweise nah dran. Allerdings nicht in der Anfangsphase der Partie.

Kiel mit tollem Start 

Da gab es bei den 9000 Fans in der Berliner Max-Schmeling-Halle aufgrund der tollen Kieler Vorstellung lange Gesichter. Die Mannschaft von Trainer Alfred Gislason agierte unglaublich aggressiv in der Deckung – vor allem Narcisse kam immer wieder aus dem Verbund heraus, um den Spielfluss der Gastgeber zu unterbinden. Das klappte nahezu perfekt.

Die Füchse wirkten hilflos, schlossen überhastet ab oder verloren den Ball. Nach fünf Minuten lagen die Kieler mit 5:1 in Führung. Es dauerte gut zehn Minuten, bis die Gastgeber den ersten Schock überwunden hatten und besser ins Spiel und dichter an den THW herankamen. Dann nutzten sie eine Zweiminutenstrafe von Momir Ilic gut aus und waren beim 8:8 tatsächlich wieder voll im Geschehen.

Die Gäste zogen in der Folge zwar wieder bis auf vier Tore davon, doch ein starker Silvio Heinevetter und eine Strafe gegen Kiels Christian Sprenger in der Schlussphase der ersten Halbzeit ermöglichten Berlin abermals einen 17:17-Ausgleich.

Doch diese engen Phasen blieben Momentaufnahmen, so wie die 19:18-Führung der Berliner zu Beginn der zweiten Halbzeit. Zumeist liefen sie einer Führung der Kieler hinterher, die mit Ilic, Narcisse, Filip Jicha oder Kim Andersson ein Übergewicht im Rückraum besaßen.

Hektische Schlussphase

Beim Stand von 28:23 für die Gäste schien die Partie 13 Minuten vor Ende bereits entschieden zu sein, doch in einer hektischen Schlussphase kamen die Füchse noch einmal heran. In dieser Phase erwies sich Iker Romer mit vier Treffern in elf Minuten als wichtige Stütze der Hausherren, die in den letzten Sekunden die Chancen auf einen Ausgleich aber nicht mehr nutzen konnten.

Sven-Sören Christophersen hatte Berlin auf einen Treffer herangebracht, doch als Heinevetter rund zehn Sekunden vor Schluss einen Wurf parierte und das Spiel schnell machen wollte, landete sein langer Pass nach vorne bei einem Kieler Gegenspieler.

sportal.de / sportal

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