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Handball Kiel schlägt den HSV mit 30 -25


Der THW Kiel bleibt das Maß aller Dinge im deutschen Handball. In einem echten Spitzenspiel gewannen die Kieler gegen den amtierenden Meister HSV Handball mit 30:25. Die Entscheidung fiel erst kurz vor Schluss. 

Mit dem 16. Sieg im 16. Saisonspiel bleibt der THW Kiel an der Spitze der Bundesliga. Die Chancen auf eine Titelverteidigung für den HSV Handball sind nach der 25:30-Niederlage auf ein Minimum geschrumpft. Garanten für den Kieler Sieg waren Torhüter Thierry Omeyer und Momir Ilic. Der HSV hielt lange gut mit, unterlag am Ende aber wegen der schlechteren Nerven vom Siebenmeterpunkt.

Beide Mannschaften begannen das Spiel mit offenem Visier. Je ein Siebenmeter auf jeder Seite sorgte für die ersten Tore der Partie. Danach ging es weiter munter hin und her, nach 6:52 Minuten erzielte Igor Vori bereits das 4:5 für den HSV. Das sollte aber auch für fast neun Minuten der letzte Treffer der Hamburger bleiben. 

Auszeit bringt die Wende

Die Kieler zogen bis auf 9:4 davon. Aber eine Auszeit von HSV-Coach Per Carlén zeigte Wirkung. Die Hamburger wachten auf und konnten durch Hans Lindberg endlich wieder treffen (16.). Die Hamburger blieben an den Kielern dran und konnten nach dem 13:7-Zwischenstand drei Tore in Folge verbuchen. Mit 15:13 ging es dann für die beiden Mannschaften in die Kabine.

Und da waren die Hamburger sofort sehr präsent. Kiel gelang zwar der erste Treffer durch ihren Kapitän Marcus Alm, danach stand die Deckung aber immer sicherer und die Kieler zeigten sich zu einfallslos, um den Abwehrriegel der Gäste zu knacken. 

In der 39. Minute gelang dem amtierenden Meister der erste Ausgleich der Partie nach dem 1:1. Christian Spenger hatte Kreisläufer Igor Vori gefoult. Den daraus resultierenden Siebenmeter verwandelte LIndberg zum 18:18, Sprenger musste für zwei Minuten runter. 

HSV dreht das Spiel - vorerst

Vori vergab im nächsten Angriff per Tempogegenzug dann die Führung für den HSV, erneut Lindberg machte es aber wenig später besser und ließ die Hamburger Bank über die erste Führung im Spiel jubeln (40.). Beim Stand von 19:19 stand wieder der Schwede Lindberg im Mittelpunkt. Er verwarf aber einen Siebenmeter gegen Kiels zweiten Torwart Andreas Palicka. 

Danach war das Spiel ausgeglichen. Beide Mannschaften lieferten sich ein Duell auf Augenhöhe, Hamburgs Torwart Jogi Bitter steigerte sich, sein Gegenüber Thierry Omeyer war wie eigentlich immer überragend im Kieler Gehäuse.

In der 54. Minute konnte sich eine Mannschaft dann erstmals wieder eine Zweitoreführung erarbeiten - und das war der THW Kiel. Dominik Klein erzielte den Treffer zum 27:25. Wenig später verhinderte Bitter mit einer Parade gegen Filip Jicha die Vorentscheidung für die Kieler.

Kiel schlägt zurück

Trotzdem war es kurz danach so weit. Lindberg brachte den Ball aus schlechtem Winkel nicht an Omeyer vorbei und den folgenden Tempogegenstoß schloss dann der herausragende Momir Ilic für die Kieler ab. Der Kroate verwandelte zehn seiner elf Wurfversuche, darunter alle sieben Strafwürfe der Kieler. 

Auf der Gegenseite scheiterte Lindberg erneut an Palicka, der für einen Siebenmeter wieder ins Tor gekommen war, und sorgte so für die endgültige Entscheidung (57.). Lindberg war mit neuen Toren zwar der beste HSV-Schütze, der ansonsten sichere Siebenmeter-Werfer vergab aber insgesamt vier Mal vom Punkt.

Eine doppelte Überzahl nutzte Kiel dann am Spielende noch zu zwei weiteren Toren und gewann am Ende verdient mit 30:25. Die Hamburger haben nach schon vier Saisonniederlagen bereits mehr Minuspunkte (acht) auf dem Konto als im gesamten letzten Jahr (sechs). Kiel bleibt vor den Füchsen Berlin (25:5 Punkte) und den Hamburgern (22:8) unangefochtener Spitzenreiter der Bundesliga.

Daniel Bruckbauer

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