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Hockey: Neustart der Golden Girls

Bei den Olympischen Spielen haben die deutschen Hockey-Damen sensationell die Goldmedaille gewonnen. Kurz vor Beginn der Champions Trophy befindet sich die Erfolgsmannschaft im Umbruch.

Die "Golden Girls" des Deutschen Hockey- Bundes (DHB) wollen auch bei der Champions Trophy wieder glänzen. 72 Tage nach ihrem sensationellen Olympia-Triumph in Athen greift die Auswahl von Markus Weise beim 12. Vergleich der sechs weltbesten Hockey-Teams in Rosario/Argentinien erstmals wieder bei einem großen Turnier ins Geschehen ein. Nach dem Rücktritt seiner halben Olympia- Mannschaft warnt der Bundestrainer aber schon vor dem Start dieser Traditions-Veranstaltung vor überhöhten Erwartungen. "Für uns ist das ein richtiger Neustart. Wir können noch gar nicht einschätzen, wo wir im Vergleich mit den Top-Nationen stehen", erklärte Markus Weise.

Der Mannheimer, der mit seinen Spielerinnen beim Jahres-Höhepunkt in der griechischen Hauptstadt für eine der größten Überraschungen der Spiele gesorgt hat, wird seinen Vertrag nach der Trophy wie erwartet bis 2008 verlängern, muss aber erneut einen Schnitt machen. Und der fällt tiefer als erwartet aus. Denn die Olympiasiegerinnen Denise Klecker, Heike Lätzsch, Franziska Gude, Caroline Casaretto und Sonja Lehmann haben nach Athen ihre Nationalmannschafts-Karriere für beendet erklärt. Torfrau Louisa Walter (Pause bis Ende 2005) und ihre Berliner Club-Kameradin Badri Latif, die derzeit ihr medizinisches Staatsexamen schreibt, stehen zumindest vorerst nicht zu Verfügung.

"Die Mannschaft muss sich erst einmal finden und an das hohe Tempo gewöhnen", erwartet Weise, mit dem nach dem Ausfall von Stammtorfrau Julia Zwehl (Muskelfaserriss) nur noch sieben seiner Gold-Damen die Südamerika-Reise antraten. Vier Akteurinnen gehörten bis kurz vor den Olympischen Spielen dem erweiterten Athen-Kader an, sechs Youngster des Trophy-Kaders haben außer beim Trophy-Härtetest gegen England noch kein Länderspiel auf dem Feld bestritten. Die Berlinerin Janina Totzke wurde zu Wochenbeginn noch für die erkrankte Katherina Scholz aus München nachnominiert, Karin Blank (Frankfurt) ersetzt Zwehl.

Zum Auftakt der zweiten Trophy-Veranstaltung nach 1995 auf argentinischem Boden trifft das Weise-Team an diesem Samstag (20.00 Uhr/MEZ) auf Titelverteidiger Australien. Gastgeber und Weltmeister Argentinien, Asienmeister China, Champions-Challenge-Gewinner Neuseeland und Europameister Niederlande in einer Neuauflage des Olympia-Endspiels von Athen sind die weiteren Widersacher. Die Platzierungsspiele finden in der Nacht zum 15. November (MEZ) statt.

Thomas Prüfer/DPA / DPA

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.