Leichtathletik-WM Sebrle und Dvorak unter Manipulationsverdacht


Gegen Weltrekordler Roman Sebrle und den dreimaligen Weltmeister Tomàs Dvorak wird nach einem Bericht der Tageszeitung "Helsingin Sanomat" wegen eines Verstoßes gegen die Anti-Doping-Regeln während des WM- Zehnkampfes ermittelt.

Inzwischen hat der Internationale Leichtathletik-Verband (IAAF) bestätigt, dass Weltrekordler Roman Sebrle und der dreimalige Weltmeister Tomàs Dvorak während des WM-Zehnkampfes am Mittwoch in Helsinki Infusionen erhalten haben.

Wie die IAAF am Freitag mitteilte, hätten die beiden Tschechen diese von ihrem Mannschaftsarzt bekommen. Der Fall sei bereits in der Medizinischen Kommission der IAAF beraten worden, Ermittlungen seien eingeleitet worden.

Infusionen gelten als Doping

"Intravenöse Infusionen sind verboten, wenn sie die Gültigkeit einer Doping-Kontrolle beeinträchtigen, hieß es in der IAAF- Mitteilung. Beide Athleten hätten die Infusionen vor dem abschließenden 1500-Meter-Lauf bekommen und seien nach dem Rennen zur Doping-Kontrolle gebeten worden. Die Ergebnisse dieser Tests seien, soweit die IAAF dies bisher einschätzen könne, dadurch nicht verwässert worden. Wie IAAF-Sprecher Nick Davies bestätigte, haben die beiden Zehnkämpfer Glucose erhalten.

Olympiasieger Sebrle war bei seinem fünften Weltmeisterschafts- Start Zweiter hinter dem US-Amerikaner Bryan Clay und vor dem Ungarn Attila Zsivoczky geworden. Der Berliner André Niklaus landete auf Platz vier. Dvorak beendete den WM-Zehnkampf als Achter.

DPA


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