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Motorsport: Audi holt auch den Vize-Titel in der DTM

Am letzten Rennwochenende rundete Audi seine Saisonbilanz ab. Mattias Ekström  überholte in der Gesamtwertung noch Bruno Spengler und sicherte sich die Vizemeisterschaft. Zudem gewann seine Crew Abt Sportsline auch die Team-Wertung. Sieger am Hockenheimring war Mercedes-Pilot Jamie Green.

Jamie Green hat Mercedes am Ende einer durchwachsenen DTM-Saison zu einem seltenen Glanzlicht verholfen. Der Engländer gewann das Finale des Deutschen Tourenwagen Masters auf dem Hockenheimring, konnte damit die gute Laune beim Rivalen Audi aber nicht mehr dämpfen.

Hinter Green zeigte der neue Champion Martin Tomczyk als Zweiter erneut eine starke Vorstellung und in Miguel Molina (Spanien) belegte ein weiterer Audi-Pilot Platz drei. "So ein Abschluss ist grandios. Ich kann geruhsam in die Winterpause", sagte Tomczyk, der seinen Titel bereits im vorletzten Rennen in Valencia perfekt gemacht hatte.

2011 wirklich perfekt

In Hockenheim fing zudem der Schwede Mattias Ekström noch Greens Team-Kollegen Bruno Spengler (Kanada) in der Gesamtwertung ab. Der zweifache DTM-Champion wurde Sechster und gewann die Vize-Meisterschaft vor Spengler, der als Neunter ohne Punkte blieb. Außerdem sicherte sich Ekströms Audi-Crew Abt Sportsline die Team-Wertung.

"2011 war wirklich perfekt", sagte Audi-Motorsportchef Wolfgang Ullrich und strahlte. "Heute haben wir all das geholt, was noch möglich war: die Vize-Meisterschaft und die Team-Wertung. Das sind zwei Meilensteine. Für 2012 haben wir die Latte sehr hoch gelegt."

Revanche geglückt

Mit dem Doppelsieg und sieben Siegen in zehn Rennen gelang Audi eine weitere Revanche für 2010, als Mercedes mit dem Schotten Paul di Resta an der Spitze einen Dreifach-Erfolg gefeiert hatte. In der Abschluss-Tabelle kommt Tomczyk auf 72 Punkte, dahinter liegen Ekström mit 54 Zählern und Spengler (49).

Beim letzten Duell von Audi und Mercedes patzte Pole-Mann Molina schon beim Start und musste Green sowie Tomczyk vorbeiziehen lassen. Green setzte sich gleich etwas ab und kontrollierte das Feld über die gesamte Distanz. Auch der von Rang zehn gestartete Ekström fuhr ein starkes Rennen. "Wenn man Zweiter ist und die Team-Wertung gewinnt, kann man zufrieden sein", erklärte der 33-Jährige.

BMW-Einstieg in 2012

Ekström kämpfte sich nach der unspektakulären Boxenstopp-Phase bis auf die sechste Position vor und gab dem kürzlich noch auf den Titel hoffenden Spengler das Nachsehen. Danach passierte in dem ruhigen Rennen nur noch wenig. Green fuhr auf dem 4,574 Kilometer langen Traditionskurs in der Zeit von 1:00:45.734 Stunden den siebten Erfolg seiner Karriere ein, dahinter folgten mit großem Abstand Tomczyk und Molina.

"Der Sieg von Jamie war sehr wichtig, er zeigt, was für uns grundsätzlich möglich ist", sagte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug nach einem für ihn enttäuschenden DTM-Jahr. Green war stolz, "dass ich das letzte Rennen dieser DTM-Ära gewonnen habe". Damit dürfte er sein Cockpit für das kommende Jahr sicher haben.

Für die Silberpfeile und Audi ging in Hockenheim eine sechsjährige Ära zu Ende, in denen nur diese beiden Marken gegeneinander antraten. In der kommenden Saison wird BMW nach 20 Jahren in die Rennserie zurückkehren und damit deren Attraktivität erhöhen.

So blickte die DTM-Szene in Nordbaden schon in die Zukunft, als die drei Hersteller den Fans bei Demonstrationsrunden zum ersten Mal gemeinsam ihre neuen Autos für 2012 zeigten: den BMW M3, Audi A5 und das Mercedes C-Coupé. "Wer BMW kennt, kennt auch unseren Anspruch. Wir wollen von Beginn an konkurrenzfähig sein", meinte BMW-Motorsportdirektor Jens Marquardt.

sportal.de / sportal

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