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NBA 31 Nowitzki-Punkte! Mavs besiegen Rockets mit 101 -99


Dank einer starken Leistung von Dirk Nowitzki gewannen die Mavs bei den Houston Rockets mit 101:99 nach Verlängerung. Chicago bleibt derweil auch ohne MVP Derrick Rose das beste Team der NBA.

Nach der gestrigen Niederlage gegen die San Antonio Spurs  haben sich die Dallas Mavericks in Houston bei den Rockets sich mit einem 101:99-Sieg zumindest teilweise wieder rehabilitieren können. In einem für die Playoff-Qualifikation unheimlich wichtigen Spiel, das lange Zeit auf Messers Schneide stand, benötigten die Mavs allerdings eine Verlängerung, um den Sieg unter Dach und Fach zu bringen.

Rockets ohne Zwei

Die Voraussetzungen für die Mavericks hätten besser nicht sein können. Mit Kevin Martin (Schulterverletzung) und Kyle Lowry (bakterieller Infekt) mussten die Rockets zwei Starter ersetzen, während bei den Mavericks bis auf Brendan Haywood und den langzeitverletzten Delonte West alle wichtigen Akteure fit waren. Außerdem hatten die Mavericks die letzten vier Spiele gegen Houston allesamt gewinnen können.

Trotzdem war es im ersten Viertel einzig Dirk Nowitzki, der Dallas mit 12 Punkten im Spiel hielt. Im zweiten Viertel wurden dann auch seine Mitspieler langsam warm, so dass Dallas mit einem 2-Punkte-Vorsprung in die Pause gehen konnte. Dabei war die Reboundquote zwar einmal mehr katastrophal, doch vor allem die Trefferquote aus dem Feld näherte sich mit 52 Prozent wieder dem gewohnten Standard des Meisters an.

Nowitzki-Show nach der Pause

Zum Start des dritten Viertels kehrten die Mavs wieder zu altbewährtem zurück. Immer wieder wurde Nowitzki gesucht, der 10 der ersten 12 Punkte des Viertels für sich verbuchen konnte. Doch die Rockets ließen sich nie abschütteln, und so ging es mit einem ausgeglichenen Zwischenstand ins Schlussviertel.

Dort verließ beide Mannschaften die Treffsicherheit bis in die Schlussminute, doch dann wurde es dramatisch. Zunächst sah es so aus, als könnte sich Brandan Wright, der an diesem Abend bereits eine Karrierebestleistung mit sieben Blocks feiern konnte, mit zwei späten Körben zum Matchwinner aufschwingen. Doch weil Nowitzki einen von zwei Freiwürfen verpasste, konnte Houston drei Sekunden vor dem Ende durch Rookie Chandler Parsons per Dreier ausgleichen.

Dallas hatte zwar noch eine Chance auf den Sieg, doch ein Alley-Hoop-Anspiel von Jason Kidd auf Jason Terry ging daneben – es ging in die Verlängerung. Und dort konnten die Mavericks sich dank guter Defensive, eines heißen Händchens von Jason Terry und der Freiwurfstärke von Nowitzki zu guter Letzt doch noch durchsetzen. Bester Scorer bei den Mavs war am Ende Nowitzki, der auf 31 Punkte und 7 Rebounds kam. Aber auch Jason Terrys 24 Punkte, von denen 6 in der Verlängerung kamen, waren für den Erfolg sehr wichtig. Einzig die schwache Ausbeute bei den Dreiern, von denen bei 22 Versuchen nur 6 ihr Ziel fanden, sowie die Reboundschwäche – gegen die Rockets war es das dritte Mal in Folge, das der Gegner über ein Dutzend Rebounds mehr als die Mavs holen konnte - geben weiterhin Grund zur Sorge.

Direkter Vergleich könnte entscheiden

Besonders wichtig war der Sieg aus folgendem Grund: Da zur Zeit sechs Teams zwischen Platz vier und Platz neun in der Western Conference nur durch einen Sieg voneinander getrennt sind, könnten am Ende der Regular Season mehrere Teams punktgleich dastehen. Das für die Platzierung beziehungsweise die Playoff-Qualifikation relevante Kriterium wäre dann der direkte Vergleich – und da die Mavericks gegen die Rockets nach dem heutigen ersten Aufeinandertreffen nur noch zwei Heimspiele zu absolvieren haben (beide Teams treffen in dieser verkürzten Saison nur drei Mal aufeinander), scheinen die Vorzeichen günstig für Dallas, die Serie für sich entscheiden zu können.

Gesichert werden könnte dieser Serien-Sieg bereits am di8enstag, wenn es in Dallas zum zweiten Aufeinandertreffen dieser beiden Franchises kommt. Für die Mavericks war der Sieg gegen Houston der dritte im dritten Overtime-Spiel der Saison. Auch gegen San Antonio und Portland hatte es bereits Siege in der Verlängerung gegeben.

Chicago weiterhin Rose-los auf der Siegerstraße

Und auch in Chicago wurde eine Verlängerung gespielt. Im sechsten Spiel ohne MVP Derrick Rose, der aufgrund einer Muskelverletzung zur Zeit zum Aussetzen gezwungen ist, gab es gegen die Toronto Raptors mit 102:101 den fünften Sieg. Rose, der die Partie wie immer von der Seitenlinie aus verfolgte, soll innerhalb der nächsten Woche sein Comeback feiern.

Neben Carlos Boozer, der mit 24 Punkten und 10 Rebounds zu glänzen wusste, war es Luol Deng, der mit 23 Punkten sowie dem letzten Korb 20 Sekunden vor dem Ende das Spiel entschied. Chicago setzt sich damit an der Spitze der Eastern Conference weiter von den Miami Heat ab und ist das erste Team, das die Marke von 40 Siegen erreichen konnte.

Oliver Stein

sportal.de sportal

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