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NBA-Basketball: Dirk Nowitzki vor Absprung in Dallas

Geht er, geht er nicht? Dirk Nowitzki scheint die Dallas Mavericks verlassen zu wollen. Bis zum Fristablauf der Transferphase hat der Würzburger nun mehrere lukrative Optionen.

Der Poker um Basketball-Superstar Dirk Nowitzki ist entbrannt. Ab 06.00 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit darf am Donnerstag offiziell mit dem Kapitän der Dallas Mavericks über einen Clubwechsel in der nordamerikanischen Profiliga NBA verhandelt werden. Die Spielerbörse für die Topstars ist eröffnet.

Nowitzki ist neben den Allstars wie LeBron James, Dwyane Wade oder Amar'e Stoudemire nur einer von etwa 25 Basketball-Millionären, die wie jedes Jahr als "Unrestricted Free Agent" frei über ihre eigene Zukunft als Spieler - auch weltweit - verhandeln können.

Dafür hat Nowitzki eine Option bei den "Mavs" gezogen und verzichtet vorerst auf die Vertragserfüllung bis 2011 - gleichbedeutend mit 21,5 Millionen Dollar. Die hätte Nowitzki sicher für sein möglicherweise letztes Jahr bei den Texanern bekommen.

Nach Angaben der "Dallas Morning News" hat der Würzburger die "Kündigung" schriftlich bei den Mavericks hinterlegt. Damit ist der 32 Jahre alte Kapitän der "Mavs" erstmals in seiner zwölfjährigen NBA-Karriere kein Mitglied mehr beim Club.

Marktwert von 96 Millionen Dollar

"Ich darf erst morgen früh um 06.00 Uhr darüber reden", betonte Nowitzkis Berater und Freund Holger Geschwindner am Mittwoch. "Wollen wir doch mal sehen, wer sich da alles so meldet. Ich schätze mal, es geht so um einen 96 Millionen Marktwert von Dirk." Das wäre in etwa die Summe für einen Vierjahresvertrag, den Nowitzki angeblich bis 2014 bei den "Mavs" anstreben soll - wenn er denn bliebe.

Der Schachzug des Duos heißt aber auch, dass der zur Zeit in Deutschland urlaubende Allstar aus Würzburg doch bei den Mavericks bleibt. Nowitzki hat immer wieder betont, dass er sich alles offen lässt. Auch seine Zukunft in der deutschen Nationalmannschaft, die von 28. August bis 12. September in der Türkei um die WM mitspielt.

"Meine Absicht ist, mit Blumen und Schokolade in der Hand nach Deutschland zu fliegen", wird Mavericks für Basketball-Transfers zuständiger Präsident Donnie Nelson in der "Online-Dallas Morning News" zitiert. "Wir wollen ihm und Geschwindner damit auch allen Respekt erweisen. Der einzige Grund, meinen Flug abzusagen, wäre, dass die beiden mir sagen, ich soll nicht kommen." Geschwindner blieb cool: "Das ist eigentlich schlecht getimt. Wenn Mr. Nelson im Flieger sitzt, ist die Börse längst eröffnet."

DPA/dab / DPA

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