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NBA: Dallas Mavericks besiegen San Antonio Spurs 101 -100 n.V.

Die Dallas Mavericks haben in der NBA ihren Aufwärtstrend beim Comeback von Dirk Nowitzki fortgesetzt und den Erzrivalen aus San Antonio in einem äußerst spannenden Spiel mit 101:100 nach Verlängerung besiegt.

In einer packenden NBA-Partie konnten sich die Dallas Mavericks angeführt von Jason Terrys 34 Punkten nach einem irren vierten Viertel sowie einer dramatischen Overtime mit 101:100 gegen den Erzrivalen aus San Antonio, die Spurs, durchsetzen.

Die Ausgangslage vor dem Duell der texanischen Erzrivalen war klar. Beide Teams standen mit einer Bilanz von 12 Siegen bei 8 Niederlagen in der unteren Hälfte der Playoff-Ränge der Western Conference. Die Mavericks hatten 4 der letzten 5 Spiele gewonnen, während die Spurs es in der Zeitspanne nur auf zwei Siege gebracht hatten. Dafür lag der leichte psychologische Vorteil bei den Spurs, hatten sie doch das erste Aufeinandertreffen mit den Mavs mit 22 Punkten Vorsprung für sich entschieden.

Doch das alles waren nur Nebengeräusche, schließlich meldete sich bei Dallas Dirk Nowitzki nach seiner so gut wie ausgeheilten Knieverletzung wieder einsatzbereit. Getrübt wurde die Freude bei den Mavericks allerdings durch die Verletzung von Jason Kidd im Spiel gegen die Utah Jazz.

Beaubois für Kidd – Nowitzki kehrt zurück

Und so startete Dallas mit Rodrigue Beaubois auf der Position des Point Guards, während beim Gegner ja nach wie vor Manu Ginobili ersetzt werden musste, der sich die Hand gebrochen hatte.

Dallas schien besonders wegen einer starken Anfangsphase von Vince Carter, der in der ersten Halbzeit auf sechs verwandelte Würfe bei neun Versuchen kam. Nowitzki fand hingegen weniger gut ins Spiel, und so dauerte es bis zur Neun-Minuten-Marke im zweiten Viertel, bevor der Finals-MVP seinen ersten Korb feiern konnte. Aber selbst das gab den Mavs keinen Anlass zur Sorge, lag man zur Halbzeit doch komfortabel mit 51:40 in Führung.

Einbruch im Schlussabschnitt

Auch das dritte Viertel gestaltete sich ausgeglichen, zu diesem Zeitpunkt kam San Antonio dank Dallas' ausgezeichneter Defensive nur auf eine Trefferquote von knapp 35 Prozent, während die Mavericks ihrerseits bei über 45 Prozent lagen. Spurs-Coach Popovich entschied sich dann zu beginn des Schlussviertels, seine Ersatzspieler aufs Feld zu schicken, da das Spiel scheinbar kein gutes Ende für San Antonio mehr zu nehmen schien und in der verkürzten, gestauchten Saison jede Ruhephase für die älteren Akteure Gold wert sein könnte.

Aber die Bankspieler der Spurs hatten anderes im Sinn, als das Spiel abzuschenken. Mit einer unglaublichen Wurfquote, besonders von der Dreier-Linie, drehten die Ersatzspieler das Spiel und machten aus einem Elf-Punkte-Rückstand zu Beginn des vierten Viertels eine Sieben-Punkte-Führung knapp fünf Minuten vor dem Ende. Damit wurde nun allerdings der Kampfgeist der Mavericks angestachelt, die sich, angeführt von Jason Terry, ihrerseits zum Comeback aufmachten.

0,5 Sekunden vor dem Ende hatten die Mavericks gerade durch Terry den Ausgleich geschafft, als Daniel Green mit dem Buzzer den vermeintlichen Sieg für die Spurs herstellte – doch der Ball verließ seine Hand eine Zehntelsekunde zu spät und es ging in die Overtime.

Overtime-Drama in Dallas

Und so konnte sich Nowitzki doch noch zum Gamewinner mausern. Zwei wichtige Körbe sowie ein Assist auf Terry zur Führung brachten Dallas schlussendlich doch noch den hart erkämpften Sieg, den Terry kurz vor Schluss mit zwei verwandelten Freiwürfen sicher stellte. Die Spurs hatten zwar noch die Chance auf den Sieg, doch Daniel Green vergab mit der Schlusssirene einen Dreier-Versuch, nachdem er von Carter mit toller Defense unter Druck gesetzt worden war. Trotz allem war es auch von den Spurs, die das letzte Viertel sowie die komplette Overtime mit ihren Bankspielern absolvierten, eine tolle Partie.

Beste Spieler bei den Mavs waren Jason Terry mit 34 Punkten sowie Vince Carter mit 21 Punkten. Nowitzki kam am Ende auf 10 Punkte und 13 Rebounds. Beste Akteure bei den Spurs waren Gary Neal, Matt Bonner und Daniel Green, die, hauptsächlich im Schlussabschnitt, 7 von 15 Dreiern verwandelten. Gary Neal wurde dann auch zum Topscorer bei den Spurs und beendete die Partie mit 19 Punkten.

James dominiert die Bulls

Im anderen Topspiel des Tages konnten die Miami Heat sich bei ihrem Superstar LeBron James bedanken, dass es gegen die Chicago Bulls zu einem knappen 97:93-Sieg reichte. 35 Punkte, elf Rebounds sowie fünf Assists bei einer Trefferquote von 52 Prozent stellten sogar die 34 Punkte des amtierenden MVP's Derrick Rose in den Schatten und sorgten dafür, dass Miami in der Eastern Conference nur noch ein Spiel Rückstand auf die führenden Bulls hat. Zweitbester Scorer bei den Heat war der wieder einmal in toller Form auftretende Chris Bosh, dem neben seinen 24 Punkten auch zwölf Rebounds gelangen.

Einen schwarzen Tag erwischte Bulls-Forward Carlos Boozer, dem in der entscheidenden Phase des Spiel zwei unnötige Ballverluste widerfuhren, trotz seiner zehn Punkte und neun Rebounds.

Oliver Stein

sportal.de / sportal

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