VG-Wort Pixel

NBA Heimsieg für die Mavericks gegen die Nuggets


Die Dallas Mavericks kommen immer besser in Fahrt. Beim 102:84 gegen Denver überzeugten sie sowohl defensiv als auch offensiv und sicherten sich den fünften Sieg in Serie. Allerdings schlug bei den Mavs mal wieder das Verletzungspech zu.

Die Dallas Mavericks haben mit einer sehr ausgeglichenen Teamleistung ihre Siegesserie fortgesetzt und beim 102:84 gegen die Denver Nuggets einen weiteren Konkurrenten auf die Playoff-Plätze auf Abstand gehalten. Der Heimsieg, bei dem sechs Mavs-Spieler zweistellig punkten konnten, war bereits der fünfte Erfolg in Serie.

Es scheint tatsächlich so zu sein, wie Mavs-Coach Rick Carlisle bereits seit Wochen gepredigt hatte. Mit etwas Geduld und einigen konzentrierten Trainingseinheiten spielt sich das Team des Meisters immer besser ein, und die Abstimmungsprobleme aus den ersten Wochen der verkürzten Saison, die ja ohne eine richtige Vorbereitungsphase begonnen hatte, lösen sich immer mehr in Luft auf.

Dallas souverän – Starter mit kurzem Arbeitstag

Gegen Denver, die nach erzielten Punkten eigentlich zweitbeste Mannschaft der NBA, funktionierte alles. Ob die herausragende Defensive, das Finden des freien und besser postierten Nebenmannes oder das Vertrauen in die Ersatzspieler – Dallas zeigte über vier Viertel hinweg eine sehr konzentrierte Leistung, und konnte es sich sogar erlauben, die fünf Starter über lange Strecken auf der Bank zu lassen. Keiner der Stammspieler spielte in dieser Partie mehr als 27 Minuten.

Scheinbar ein gutes Omen scheint das Überreichen von Meisterringen an Spieler zu sein, die nicht mehr in Dallas tätig sind. Nachdem dies bereits gegen die Clippers und Caron Butler geklappt hatte, bekam heute Denvers Corey Brewer seinen Ring – und die Mavericks den besseren Start in die Partie. Dallas eröffnete das Spiel mit einer 9:1-Führung und geriet danach zu keinem Zeitpunkt in Gefahr, die Partie noch aus der Hand zu geben. Das beste Viertel war zudem noch das sonst so gefürchtete dritte, in dem es in den letzten Wochen noch so viele Einbrüche gegeben hatte, als man die Nuggets mit 32:15 auspunkten konnte – die 15 Punkte waren Denvers schwächste Ausbeute der gesamten Saison für ein Viertel.

Sechs Mavs punkten zweistellig – Defensive ist Trumpf

Vor dem Spiel hatten sich zwar Jason Terry und Rodrigue Beaubois verletzt abgemeldet, doch Dirk Nowitzki (zwölf Punkte), Shawn Marion (16, dazu zehn Rebounds und sechs Assists), Jason Kidd (13), Vince Carter (15) sowie Lamar Odom mit 14 und Brandan Wright mit zehn Punkten konnten die Ausfälle gut kompensieren. “Jeder von uns wird immer besser, schusstechnisch und konditionsmäßig. Und wir haben einfach großen Spaß, zusammen zu spielen“, so Odom nach der Partie gegenüber ESPN.

Stärkste Waffe der Mavericks bleibt aber nach wie vor die herausragende Defensive. Man erlaubte Denver nur eine Wurfquote von 35 Prozent, den schwächsten Wert der gesamten Saison. Zusätzlich erzwangen die Mavs 14 Turnover, und konnten den Top-Scorer der Nuggets, Ty Lawson, bei drei Punkten halten.

Carlisle lobte dabei besonders Shawn Marion: “Lawsons Zug zum Korb bereitet jedem Team Sorgen. Wir haben es geschafft, das zu unterbinden. Marions Vielseitigkeit in der Defense war dabei der entscheidende Faktor.“ Und auch Nuggets-Coach George Karl musste eingestehen: “Dallas hat sich zu einem unheimlich guten Defensiv-Team gemausert.“ Bester Spieler bei den Nuggets war Rudy Fernandez mit 14 Punkten. Fernandez hatte diese Saison eigentlich bei den Mavericks spielen sollen, die ihn aber zusammen mit Corey Brewer für einen Draftpick nach Denver weitergereicht hatten.

Einziger Wehrmutstropfen des Erfolgs dürfte damit die Verletzung von Delonte West sein. Der Guard, in den letzten Wochen vor allem in der Defensive ein verlässlicher Bankspieler, musste im zweiten Viertel mit einem blutendem und gebrochenem Finger ausgewechselt werden und wird den Mavs nun einige Wochen lang fehlen.

Dallas rangiert damit weiterhin auf Platz vier im Westen, da auch die zeitgleich spielenden Los Angeles Clippers auf Platz drei ihr Spiel gegen die Washington Wizards dank eines überragend spielenden Blake Griffin (23 Punkte, 15 Rebounds) mit 102:84 gewinnen konnten.

Houston schlägt den Titelfavoriten

Etwas spannender ist die Western Conference allerdings doch geworden. Die Houston Rockets konnten gegen den Spitzenreiter, die Oklahoma City Thunder, in letzter Minute einen 96:95-Sieg einfahren. Nicht nur die gute Defensive der Rockets, sondern vor allem das heiße Händchen von Keyin Martin, der am Ende auf 32 Punkte bei vier von sieben verwandelten Dreipunktewürfen kam, waren für den Sieg ausschlaggebend.

Oklahomas Star-Duo Durant und Westbrook kam zwar auf kombinierte 59 Punkte, doch vor allem Westbrook leistete sich spät im Spiel einige überflüssige Fehlwürfe, die die Thunder letzten Endes ein besseres Ergebnis kosteten.

Lin glänzt mit 13 Assists

In der Eastern Conference will die Linsanity bei den New York Knicks einfach kein Ende nehmen. Der junge Point Guard Jeremy Lin startete in Abwesenheit von Carmelo Anthony auch gegen die Sacramento Kings, am Ende stand nach dem 100:85-Erfolg der siebte Sieg in Serie. Lin steuerte diesmal "nur" zehn Punkte bei, stellte mit 13 Assists aber einen Karriere-Rekord bei den Vorlagen auf.

Die Knicks glänzten insgesamt durch eine homogene Mannschaftsleistung, sieben Spieler punkteten zweitstellig. Im dritten Viertel bekam Lin eine kleine Verschnaufpause und scherzte mit Anthony auf der Bank. "Wir hatten einfach ein bisschen Spaß und haben darüber geredet, dass wir uns freuen, bald zusammenzuspielen", sagte Lin laut espn.com.

Oliver Stein

sportal.de sportal

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker