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NBA Lakers besiegen die Mavs in Defensiv-Schlacht


143 Punkte für beide Teams ist ein ungewöhnlicher Wert für ein NBA-Spiel, vor allem wenn die Los Angeles Lakers auf die Dallas Mavericks treffen. Die Mavs schafften es zwar, Kobe Bryant in Schach zu halten, offensiv klappte aber viel zu wenig. Somit riss die Siegesserie zum Auftakt von vier Auswärtsspielen.

Die Siegesserie der Dallas Mavericks hat im Staples Center von Los Angeles ein punktearmes Ende genommen. Der Titelverteidiger verlor nach fünf Erfolgen am Stück mit 70:73 gegen die Lakers, der Auftakt eines strammen Auswärts-Programms mit weiteren Spielen bei den Clippers, den Jazz und in New Orleans wurde somit verpatzt.

143 Punkte sind dabei eine Ausbeute, die eher an ein BBL- als ein NBA-Spiel erinnert. Beide Defensivreihen standen gut und stellten die wichtigen Leute konsequent zu, beide Teams vergaben aber auch viele leichte Versuche. Dirk Nowitzki brauchte lange, um in die Partie zu finden, mit 21 Punkten war er dann aber doch bester Werfer der Mavericks. Allerdings produzierte der Deutsche im letzten Viertel auch gleich drei Turnovers, was auch zur Niederlage beitrug. Bei den Lakers war Andrew Bynum mit 17 Zählern bester Werfer.

Gute Arbeit gegen Bryant

Auf Seiten von Dallas funktionierte vor allem die Defensivarbeit gegen Kobe Bryant. Der Star der Lakers spielte zuletzt in absoluter Gala-Form – immerhin hatte er in den letzten vier Spielen jeweils über 40 Punkte erzielt. Mavs-Coach Rick Carlisle stellte, wie schon bei der 4:0-Demontage im vergangenen Playoff-Halbfinale, verschiedene Leute gegen Bryant und zog ihm so den Zahn.

Zu Beginn zeichnete sich beispielsweise der wiedergenesene Jason Kidd als Bryant-Verteidiger aus, letztlich kam Bryant nur auf 14 Punkte. Die Gefahr der totalen Konzentration auf Bryant bekamen die Gäste dann in der Crunch Time aufgezeigt, beim Stand von 70:70 bekam Bryant den Ball, die Mavs-Defense wollte seinen Wurf verhindern und ließ dabei Derek Fisher aus den Augen. Der Point Guard wurde angespielt und versenkte den entscheidenden Dreier, auch weil Vince Carter im Gegenzug nicht traf.

"Wir haben die Entscheidung getroffen, Bryant nicht schießen zu lassen und waren deshalb nicht rechtzeitig bei Fisher", erzählte Carlisle nach dem Spiel laut espn.com. "Wir wollten schnell bei ihm sein, haben es aber nicht geschafft und er hat dann schnell abgeschlossen. In der Situation musst Du mit der Entscheidung leben."

Der "surreale" Odom

Das Spiel hatten die Mavs ohnehin vorher schon aus der Hand gegeben. Mit 51:46 ging es in das letzte Viertel, dann gingen die Lakers – auch wegen der Turnovers von Nowitzki – nach einem 10:0-Lauf aber in Führung. Jason Terry schaffte zehn Sekunden vor der Schlusssirene dann den erneuten Ausgleich, der Rest ist bekannt.

Ein besonderes Spiel war es auch für Lamar Odom, der nach sieben Jahren in Los Angeles von den Lakers nach Dallas getradet wurde. Odom kam auf zehn Punkte und vier Rebounds. Für Odom war es "surreal", in die falsche Kabine zu gehen. Ansonsten wollte er aber lieber über sein Spiel sprechen, laut espn.com ist er noch auf der Suche nach "meinem Rhythmus".

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