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NBA: Mavericks trumpfen auch ohne Nowitzki auf

Auch ohne den wegen eines groben Fouls gesperrten Dirk Nowitzki haben die Dallas Mavericks bei den Los Angeles Clippers sicher gewonnen. Für Nowitzki sprang ein Teamkollege in die Bresche, der ansonsten im Schatten des deutschen Superstars steht.

Ohne den gesperrten Dirk Nowitzki haben die Dallas Mavericks in der nordamerikanischen Basketball-Profiliga NBA wieder in die Erfolgsspur gefunden. Gut fünf Stunden nach der Verkündung der Sperre gegen den gebürtigen Würzburger wegen einer Tätlichkeit rehabilitierten sich die Texaner bei den Los Angeles Clippers mit 98:76 für die vorherige Niederlage gegen Utah Jazz. In der Western Conference liegt Dallas nach dem vierten Sieg in den vergangenen fünf Spielen weiter auf dem siebten Play-off-Platz.

Nowitzki, der durch seine Zwangspause eine Gehaltskürzung von 164.344 Dollar in Kauf nehmen muss, verfolgte die Begegnung im Hotel der "Mavs" im Fernsehen. Obwohl die NBA Nowitzki erst drei Stunden vor dem Tip-In in Los Angeles wegen eines vermeintlichen Fautstschlags gegen Jazz-Spieler Matt Harpring für ein Match aus dem Verkehr gezogen hatte, trumpfte Dallas beim Klub des deutschen Nationalspielers Chris Kaman souverän auf.

"Auch wenn ich immer noch glaube, dass Dirks Handlung ein Reflex und kein Vorsatz war, waren wir auf diese Situation vorbereitet. Deshalb hat die NBA-Entscheidung uns keinen Strich durch die Rechnung machen können. Die Mannschaft hat gut reagiert und ist zusammengerückt, als es notwendig war", lobte Mavericks-Coach Rick Carlisle Nowitzkis Kollegen.

In seinem Team, das auf dem Weg zum insgesamt 16. Erfolg aus 21 Spielen zu keinem Zeitpunkt in Rückstand geriet, sprang besonders Josh Howard für den deutschen Topscorer in die Bresche und erzielte 29 Punkte. "Er bekommt mehr Wurfgelegenheiten, wenn Dirk nicht dabei ist. Dabei hat er seine Aufgabe gut erledigt und auch defensiv gut gearbeitet", meinte Carlisle zu Howards Vorstellung.

Während Dallas durch seinen zehnten Sieg auf fremdem Parkett zur besten Auswärts-Mannschaft im Westen avancierte, überwand Titelverteidiger Boston Celtics sein Weihnachts-Tief. Nach zwei Niederlagen glänzte der NBA-Champion bei den Sacramento Kings mit einem deutlichen 108:63 und kam damit zum 20. Erfolg aus den vergangenen 22 Begegnungen. Mit insgesamt 28 Siegen aus 32 Spielen sind die Celtics weiterhin das beste Team der Liga.

SID / SID

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