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NBA: Mavericks verlieren bei Spitzenreiter Oklahoma

Die Dallas Mavericks haben eine anstrengende Woche mit fünf Spielen mit einer Niederlage begonnen. Bei Oklahoma City, dem besten Team der Western Conference, kann man sicherlich verlieren, trotzdem werden sich die Mavs ärgern. Denn die Pleite war unnötig und vermeidbar, fünf Turnover in der Crunchtime brachten OKC den Sieg.

Nach den wechselhaften Auftritten der letzten Wochen bot das Duell mit dem besten Team der Western Conference den Dallas Mavericks eine gute Gelegenheit zur Standortbestimmung. Nachdem es in den ersten drei Duellen zwei Niederlagen gegeben hatte, hatten die Thunder auch heute die Nase vorn und konnten sich den 95:91-Sieg in den letzten Sekunden sichern.

Bester Werfer bei Dallas war einmal mehr Dirk Nowitzki, dem 27 Punkte gelangen. Bei Oklahoma City war Russell Westbrook mit 24 Punkten der beste Schütze. Spielentscheidend für Oklahoma waren jedoch ein heißes Händchen von Ersatzspieler James Harden sowie die Überlegenheit bei den Rebounds, wo man mit 45 zu 30 klar die Überhand gegenüber den Mavs behielt.

Ersatzspieler der Mavericks halten Spiel offen

Während Oklahoma im ersten Viertel wie ein Titelaspirant ins Spiel startete, brauchte Dallas drei wichtige Körbe von Lamar Odom, um im Spiel zu bleiben. Odom, der zwei Wochen wegen privater Probleme verpasst hatte, fügte sich von Beginn an gut ins Teamplay der Mavericks ein – ein Punkt, der sowohl seinen Mitspielern als auch Coach Carlisle in der letzten Woche noch große Sorgen bereitet hatte.

Im zweiten Viertel waren es dann die Mavericks, die ihren Rhythmus fanden – während bei Oklahoma City kaum noch etwas zusammen lief. Vor allem die Ersatzspieler in Person von Jason Terry und Ian Mahinmi zeigten, dass die vermehrte Trainingsarbeit der letzten Wochen für die Offensive des Titelverteidigers zu fruchten scheint, und so konnten die Mavs mit einem Vorsprung von sieben Punkten in die Pause gehen, was vor allem auch daran lag, das Kevin Durant und Russell Westbrook, das Highscorer-Duo der Thunder, zu dem Zeitpunkt gemeinsam erst 18 Punkte erzielt hatten.

Dallas und die dritten Viertel

Doch wie so oft im bisherigen Saisonverlauf brachte das dritte Viertel zunächst einen Einbruch im Spiel von Dallas, während Oklahoma ruhig weiter spielte – schließlich hatte man nach einem Halbzeitrückstand in dieser Saison noch kein Heimspiel verloren. Unnötige Turnover, überhastete Wurfversuche und fehlendes Durchsetzungsvermögen bei den Rebounds – als Dallas nach knapp vier Minuten zum ersten Korb kam, hatte Oklahoma City das Spiel bereits ausgeglichen.

Doch die Mavericks kämpften um den Anschluss, und mussten schließlich nur mit drei Punkten Rückstand ins Schlussviertel gehen – welches sich zunächst zu einem Duell der Mavs-Scharfschützen mit James Harden entwickelte. Auf der einen Seite tolle Dreier von Nowitzki, Terry und Beaubois – auf der anderen allein bis zur Acht-Minuten-Marke zwölf aufeinanderfolgende Punkte vom vielleicht besten Ersatzspieler der diesjährigen Saison, Harden.

Crunchtime-Showdown in Oklahoma

Es lief also alles auf einen Showdown in der Crunchtime hinaus. Während die Thunder jedoch zumindest mit Freiwürfen punkten konnten, lief bei Dallas alles schief. Ein Fehlwurf und ein Turnover von Nowitzki, eine Überschreitung der Shotclock durch Jason Terry und ein weiterer Fehlwurf des Mavs-Guards kurz vor der Schlusssirene besiegelten die Niederlage für die Mavericks. Für Oklahoma war es der 13. Heimsieg in Folge und sicherlich auch eine Genugtuung, die Saison-Serie gegen das Team, gegen das man in den Western Conference Finals der letzten Saison noch unterlegen war, mit 3:1 für sich entschieden zu haben.

Vor allem die fünf unnötigen Ballverluste im Schlussabschnitt brachen den Mavericks das Genick – eine Schwäche, die in der letzten Saison noch wesentlich weniger ausgeprägt erschien als in den letzten Wochen. Nun heißt es, die Niederlage schnell zu vergessen und sich auf kommende Aufgaben zu fokussieren. Schließlich stehen in den kommenden fünf Tagen vier weitere Spiele an. Auf dem Programm steht in der kommenden Nacht ein Duell mit den zur Zeit in guter Form aufspielenden New York Knicks, bevor es auf einen dreitägigen Roadtrip nach Phoneix, Sacramento und zu den Golden State Warriors geht. Nach wie vor stehen die Mavericks zwar auf einem Playoff-Platz, doch die Konkurrenz aus Minnesota und Utah rückt immer näher an den Titelverteidiger heran.

Oliver Stein

sportal.de / sportal

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