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NBA Mavericks wieder in Form - Erfolg gegen die Nuggets


Gute erste Halbzeit? Check! Leichter Einbruch im dritten Viertel? Check! Niederlage? Keineswegs! Gegen Denver zeigten sich die Dallas Mavericks gut erholt und konnten einen 105:95-Sieg einfahren.

Die Dallas Mavericks haben ihre dreitägige Pause bestens genutzt, um Schwächen in der Defensive zu beheben und sind mit einem 105:95-Sieg im schweren Auswärtsspiel in Denver in eine Woche mit fünf Spielen gegen direkte Konkurrenten gestartet. Gegen die Nuggets konnten die Mavs von Beginn an überzeugend auftreten und sogar die obligatorische Schwächephase im dritten Viertel wegstecken.

Mavericks wie ausgewechselt

Bereits im ersten Viertel zeigten die Mavericks, dass sie nach Denver gekommen waren, um die vielen Kritiker, die nach drei Niederlagen in Folge immer lauter geworden waren, zum Verstummen zu bringen.Die Defensive stand gut, immer wieder wurde der Extra-Pass zum einfachen Abschluss gesucht, und so konnten sie sich mit einer Trefferquote von 56 Prozent gleich eine Acht-Punkte-Führung herausspielen, die sie bis zum Ende nicht mehr abgeben sollten.

Die Nuggets, die auf ihren momentan wohl besten Spieler, Danilo Gallinari, verzichten mussten, konnten mit einem 10:0-Run im dritten Viertel den Rückstand zwar von 17 auf 7 Punkte verringern, hatten dem Angriffsspiel der Mavericks, die mit 41 Punkten von der Bank zu glänzen wussten, danach aber nichts mehr entgegenzusetzen.

Rebounds und Assists gewinnen das Spiel

Topscorer bei Dallas war mit 25 Punkten und neun Rebounds einmal mehr Dirk Nowitzki, aber die tatkräftige Unterstützung von Vince Carter, der am Ende auf 17 Punkte und acht Assists kam, und Shawn Marion (13 Punkte, 5 Assists) tat ihr übriges für den Sieg, bei dem die Mavericks am Ende in allen wichtigen statistischen Kategorien die Nase vorn hatten. Vor allem der Biss im Reboundspiel war nach den letzten eher schwachen Auftritten ein Punkt, mit dem Coach Rick Carlisle sehr zufrieden sein konnte.

“Heute war ein Spiel, in dem wir gegen das beste Assist-Team der Liga unsere defensiven Qualitäten zeigen konnten – und das haben wir richtig gut gemacht. Wir haben in den freien Tagen an unserer Defensive gearbeitet, und ich denke, das konnte man heute eindrucksvoll sehen. Gegen andere Teams sind 95 Punkte natürlich zu viel, aber gegen die Nuggets ist das ein für uns sehr gutes Ergebnis“, so Carlisle nach der Partie gegenüber Fox Sports.

Nowitzki überholt Dantley

Eine frohe Seitennote hatte das Spiel übrigens auch noch zu bieten. Nachdem Nowitzki bereits im letzten Spiel auf Platz 22 der All-Time-Scorer-Liste geklettert war, konnte er im heutigen Spiel noch einen Platz gut machen und sich vor Adrian Dantley auf Platz 21 schieben. Nowitzki, der jetzt bei 23.179 Karrierepunkten in der NBA steht, untermauert damit immer mehr seinen Status als bester europäischer Spieler aller Zeiten in der Liga.

Bei den Nuggets war Ty Lawson mit 16 Punkten und zehn Assists der beste Mann auf dem Feld. Mit dem Sieg konnten die Mavericks mit einer Bilanz von 15:11 mit den Nuggets gleichziehen und sich zumindest vorübergehend wieder auf Platz vier der Western Conference hocharbeiten. Beide Teams stehen sich bereits in sieben Tagen wieder gegenüber, dann in der für die Mavs heimischen American Airlines Arena.

Topteams im Osten schwächeln – Parker überragend

Böse Überraschungen musste heute die Top-Teams der Eastern Conference hinnehmen. Die zweitplatzierten Miami Heat konnten sich trotz 33 Punkten von Dwyane Wade im Florida-Duell nicht gegen die Orlando Magic behaupten und mussten mit einer 102:89-Niederlage im Gepäck wieder abreisen. Orlando konnte sich dabei besonders auf seine Distanzschützen verlassen, allein 17 Drei-Punkte-Würfe fanden ihr Ziel. Überragend war aber einmal mehr Center Dwight Howard, gegen dessen 26 Punkte und 24 Rebounds die Heat ein ums andere Mal kein Mittel fanden.

Aber auch die Verfolger aus Philadelphia und Indianapolis konnten in der heutigen Nacht keine Erfolge verbuchen. Die Pacers konnten beim 97:87-Sieg der Atlanta Hawks eine schwache erste Halbzeit nicht mehr wettmachen und mussten ihre zweite Niederlage in den letzten sieben Spielen einstecken. Die 76'ers hingegen mussten sich mit den San Antonio Spurs einem der heißesten Teams der Stunde geschlagen geben. Die Spurs, mit drei Siegen Rückstand auf Oklahoma City auf Platz zwei im Westen positioniert, kamen zu einem nie gefährdeten 100:90-Sieg in Philadelphia. Überragender Mann auf dem Court war dabei einmal mehr der französische Spielmacher der Spurs, Tony Parker, der mit 37 Punkten und acht Assists zu glänzen wusste.

Profiteure der Niederlagen der direkten Konkurrenten waren damit einmal mehr die Chicago Bulls, die sich nach einer unglaublich starken Defensivleistung mit 90:67 bei den New Orleans Hornets behaupten konnten. In drei von vier Vierteln ließen die Bulls nur 16 oder weniger Punkte zu und konnten so auch einen sehr ruhigen Abend ihres MVP's Derrick Rose verschmerzen, der in drei Vierteln nur auf 6 Punkte, 6 Assists und 5 Rebounds kam. Chicago konnte damit den Vorsprung vor Miami an der Spitze der Eastern Conference auf 2 Spiele ausbauen.

Oliver Stein

sportal.de sportal

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