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NBA Mavs verlieren erneut gegen die Lakers


Die Los Angeles Lakers entwicklen sich immer mehr zum Angstgegner der Dallas Mavericks. Beim 93:109 kamen die Mavs nach dem zweiten Viertel nie mehr wirklich ins Spiel. Der Lauf der Knicks geht derweil auch im fünften Spiel weiter.

Die Dallas Mavericks können gegen die Los Angeles Lakers einfach nicht mehr gewinnen. Auch im dritten Duell dieser Saison gab es eine Niederlage. Nach vier Siegen in Folge war die 93:109-Schlappe ein Dämpfer für den wiedergefundenen Optimismus in Texas.

Abgesehen vom 4:0-Sieg in den Playoffs der letzten Saison haben die Mavericks nun 13 der letzten 16 Regular Season Spiele gegen die Lakers verloren. Dabei hatte das Spiel eigentlich gut begonnen. Nach einem umkämpften ersten Viertel, in dem vor allem Dirk Nowitzki und Rodrigue Beaubois die Mavs im Spiel hielten, führte Dallas noch mit zwei Punkten.

Lakers rennen im zweiten Viertel davon

Im zweiten Viertel drehten die Lakers dann auf. Innerhalb von 7 Minuten konnte Los Angeles den Rückstand in eine 13-Punkte-Führung verwandeln, die sie im restlichen Verlauf des Spiels nicht wieder abgaben. Spektakuläre Spielzüge wie ein Hinter-dem-Rücken Alley-Hoop von Pau Gasol auf Kobe Bryant, eine Trefferquote von fast 59 Prozent und überragendes Rebound-Spiel waren dabei die Grundlagen für den Lakers-Sieg – und das obwohl die Mavericks über Strecken des Spiels gar nicht mal schlecht spielten.

Vor allem der von der Bank kommende Jason Terry brachte Dallas mit seinen 23 Punkten immer wieder in Schlagdistanz, doch am Ende reichten die Kräfte trotz eines Tages Pause – die Lakers hatten gestern noch in Houston gespielt - nicht für einen entscheidenden Run aus.

L.A. profitiert von Verletztenmisere bei den Mavs

Was sich an diesem Abend einmal mehr bemerkbar machte war das Fehlen von Shawn Marion, in den Playoffs des letzten Jahres noch hervorragend in der Verteidigung gegen Kobe Bryant sowie das Loch unter den Körben, das durch den Ausfall von Center Brendan Haywood entstanden ist. Bryant konnte fast ungestört 30 Punkte erzielen und verwandelte 11 seiner 18 Würfe, während die Big Men der Lakers, Gasol und Andrew Bynum, zusammen auf 36 Punkte und 16 Rebounds kamen. Vor allem Gasol lieferte mit einer Trefferquote von 81 Prozent einen weiteren Beweis dafür ab, das es besser war, ihn während der Trade-Phase nicht abzugeben.

Bester Spieler bei den Mavericks war einmal mehr Dirk Nowitzki, der am Ende auf 26 Punkte und 10 Rebounds kam. Außer Nowitzki und Terry konnte kein Mavs-Akteur zweistellig punkten. Bei den Lakers konnte vor allem der neue, für Derek Fisher gekommene Pointguard Ramon Sessions auftrumpfen. Sessions leistete sich nur einen Fehlwurf während der gesamten Partie und kam am Ende auf 17 Punkte und 9 Assists – Werte, die sein Vorgänger in dieser Saison nur zwei Mal erreichen konnte.

Während die Lakers mit dem Sieg ihren dritten Tabellenplatz im Westen untermauern konnten, rutschten die Mavs wieder vom vierten auf den sechsten Platz, acht Siege hinter den Oklahoma City Thunder.

D-Fish findet neue Heimat

Apropos Fisher. Der fünfmalige Meister – alle fünf Titel errang er gemeinsam mit Kobe Bryant bei den Lakers – hatte sich nach seinem Trade nach Houston mit den Rockets auf eine Vertragsauflösung geeinigt, um nochmal bei einem Titelkandidaten anheuern zu können. Viele Stimmen hatten auf ein Engagement in Miami spekuliert, doch nun könnten ihn die Lakers früher als gedacht wieder zu Gesicht bekommen.

Fisher unterschrieb gestern einen Vertrag bei den Oklahoma City Thunder und wird bereits am Freitag gegen die Minnesota Timberwolves zum ersten Mal im neuen Trikot auflaufen. "Natürlich war ich überrascht vom Trade. Aber es geht nicht um das, was falsch gelaufen ist, sondern um das, was ich mit der nächsten Phase meines Lebens anstelle. Ich hoffe ich kann den Thunder genau die Dinge geben, die ich bisher allen Teams bei denen ich war, gegeben habe", so Fisher auf einer Pressekonferenz.

Fisher gilt als einer der besten Mannschaftsspieler der Liga und hinterließ bei den Lakers zahlreiche traurige Gesichter, als sein Abschied feststand. Dementsprechend groß war auch die Freude in Oklahoma über den Coup. "Er ist ein Gewinner, das ist seine DNA. Man kann nie genug Gewinner in der Umkleidekabine haben, und Derek wird sich bei uns sicher wohl fühlen", so Coach Scotty Brooks. Playoff-Auftritte in 13 Saisons und 209 Spiele in der Post-Season unterstreichen eindrucksvoll Fishers Meriten als einer der erfahrensten Spieler der Liga.

Knicks weiter perfekt – ein Hauch Hollywood in Philly

Aber nicht nur Oklahoma scheint für die Playoffs gerüstet zu sein. Für die New York Knicks ist der weg zwar steiniger als für den Tabellenführer im Westen, doch es scheint sich langsam Licht am Ende des Tunnels auf zu tun. Auch im fünften Spiel unter dem neuen Coach Mike Woodson gab es einen Sieg, in diesem Fall ein 82:79 gegen den Divisions-Rivalen Philadelphia 76'ers.

Angetrieben von einem starken Amar'e Stoudemire, der die Partie mit 21 Punkten sowie 9 Rebounds beendete, sowie einem Jeremy Lin, der allein im vierten Viertel 16 seiner 18 Punkte erzielen konnte und den Sieg so fast im Alleingang nach Hause spielte, zeigten die Knicks vor allem mannschaftliche Geschlossenheit. Sehr zur Freude von Edel-Fan Spike Lee, der es sich nicht hatte nehmen lassen, das Spiel aus der ersten Reihe zu verfolgen – und 76'ers Mitbesitzer Will Smith ins Gesicht zu jubeln.

Oliver Stein

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