HOME

Neuanfang: Martin Schmitt will zurück an die Weltspitze

Seine Erfolgsdurststrecke dauert schon fast drei Jahre an: Verletzungsfrei und mit neuen Anzug will es Martin Schmitt diese Saison noch einmal wissen. Bundestrainer Steinert hat ihn sogar zum "Chef-Adler" gemacht.

"Chef-Adler" Martin Schmitt will seine schon 33 Monate dauernde Erfolgs-Durststrecke endlich beenden und zurück in die Weltspitze. Vier Mal war er Weltmeister, Olympiasieger überdies und 26 Weltcup-Springen hat er gewonnen. Doch seit fast drei Jahren fliegt der Mitbegründer der springenden "Boy-Group" hinterher.

"Freue mich richtig aufs Skispringen"

"Angst vor einer Horror-Saison und schlaflosen Nächten habe ich nicht", sagte der Sympathieträger aus Furtwangen vor Beginn der Weltcup-Saison. Gründe dafür gibt es derer drei: "Weil ich zum ersten Mal seit drei Jahren wieder schmerzfrei trainieren konnte, weil ich mit den neuen Anzügen gut zurechtkomme und weil ich mich wieder richtig aufs Skispringen freue."

Neue schwarze Anzüge bringen noch mehr Speed

Die silbernen sind von schwarzen Anzügen abgelöst worden. Martin Schmitt ist darüber nicht unglücklich. "Wir sehen nicht mehr so albern aus wie im letzten Jahr, als uns der Schritt fast bis zu den Knien hing." Doch die weit engeren Dresse, die Gesamt-Weltcupsieger Adam Malysz bei den ersten Tests fast so vorkamen, als "würde ich mit einer Badehose springen", könnten ihre Tücken haben. So fürchtet Sven Hannawald, dass sie möglicherweise das Verletzungsrisiko erhöhen.

Durch die eng anliegenden schwarzen Anzüge werde sich die Anlaufgeschwindigkeit um ein bis zwei km/h erhöhen, erklärte Schmitt. "Dadurch sind wir auch schneller in der Luft, kommen von einer größeren Höhe, so dass der Landedruck größer wird. Das tut mehr weh." Dass dies anderen Springern zugute kommt, glaubt allerdings auch Malysz nicht: "Am Ende werden nach meiner Meinung diejenigen vorn sein, die immer vorn waren", sagte der Pole der "Welt am Sonntag".

Von Steiert zum "Chef-Adler" gekürt

Trotz seiner Erfolgsflaute genießt Martin Schmitt das ganze Vertrauen des neuen Bundestrainers Wolfgang Steiert. Der machte den 23. des vergangenen Weltcup-Winters sogar zum "Chef-Adler". «Das ehrt mich», meinte Schmitt und erklärte, warum er die Entscheidung des Heß-Nachfolgers für richtig hält: "Hanni konzentriert sich mehr auf sich selbst - ich mache mir auch Gedanken über das ganze Team."

Wissenscommunity