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Biografie: Jens Weißflog teilt gegen Schmitt und Hannawald aus

Er ist Olympiameister, Weltmeister und Sieger der Vierschanzen-Tournee. Mit 50 Jahren veröffentlicht Skisprung-Idol Jens Weißflog eine Autobiografie. Seine Ex-Kollegen kommen dabei nicht sehr gut weg.

Sven Hannawald, Martin Schmitt und Jens Weißflog - drei große Namen des Skisprungsprots. Doch während Schmitt und Hannawald schnell zu Mädchenschwärmen aufstiegen, machte Weißflog eher durch seine Erfolge Schlagzeilen. Warum das so war, erklärt der dreifacher Olympiasieger in seiner neuen Biografie, die am 1. September erschienen ist.

"Zu dieser Zeit zählten weniger die Leistung, sondern mehr die Typen. Das Problem an der Sache: Schmitt und Hannawald waren auch keine Typen. Es wurde vergeblich versucht, sie mit Lederjacken und ein paar coolen Fotos zu Typen zu machen", schreibt Weißflog.

Von dieser Maskerade hält der 50-Jährige nicht viel - obwohl die Vorzeige-Figuren Hannawald, 39, und Schmitt, 36, ein großes Publikum für den Skisprungsport begeistern konnten und das Skispringen bei RTL zu einem Quotenerfolg wurde. In seiner Biografie schreibt Weißflog weiter: "'Wer ist stylisher, Schmitt oder Widhölzl?' wurde einmal gefragt. Dann sah man Schmitt, wie er sich eine Krawatte zuband und den Österreicher Andreas Widhölzl, wie er sich in einem Jogging­anzug auf dem Sofa räkelte. Ich muss ironisch werden: ganz großes Kino, oder etwa nicht?"

Auch die Erziehung der beiden Skisprungstars ließe zu wünschen übrig: "Das "Hallo" oder ein "Guten Morgen" beim Frühstück im gleichen Hotel habe ich zuweilen vermisst", so Weißflog. "Ob bewusst oder unbewusst, die Typen, die keine waren, ließen die normale Kinderstube oft vermissen."

ivi

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