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Neue Regeln: Was sich in der Saison 2003/4 alles ändert

Der Internationale Skiverband FIS hat einige neue Regeln für die Weltcup-Saison 2003/4 im Skispringen beschlossen.

Der Internationale Skiverband FIS hat einige neue Regeln für die Weltcup-Saison 2003/4 im Skispringen beschlossen. Um die Wettbewerbe straffer durchführen zu können, werden die Starterfelder für die Qualifikation im Einzel auf maximal 75 Springer reduziert. Beim Team-Springen qualifizieren sich nur die besten acht Nationen nach dem ersten Durchgang für das Finale. Die vierten Springer jeder Mannschaft gehen künftig in der umgekehrten Reihenfolge der Platzierung von acht bis eins vom Bakken, um so den Ausgang bis zum letzten Sprung offen zu halten und damit den Zuschauern mehr Spannung zu bieten.

Materialänderungen

Änderungen gibt es auch beim Material. Die Springer dürfen ab dieser Saison nur noch einen von der FIS vorgegebenen Einheitsstoff für die Anfertigung der Sprunganzüge verwenden. Zudem werden die Anzüge enger. "Es gab im Vorjahr eine extreme Regelauslegung, was zu grotesken Bildern führte. Damit war wohl keiner zufrieden", begründete Walter Hofer, Renndirektor Skisprung im Weltverband, am Mittwoch beim Forum Nordicum in Hochfilzen die Maßnahme.

Neue Anzüge erhöhen Anlaufgeschwindigkeit

Vor allem die jungen österreichischen Springer hatten in der vergangenen Saison mit Anzügen, bei denen der Schritt fast in der Kniekehle hing, für Aufsehen und heiße Debatten gesorgt. "Jetzt wird direkt an der Unterhose gemessen", berichtete Christoph Bieler, mit Österreich Mannschafts-Weltmeister in der Nordischen Kombination, von der veränderten Regel-Anwendung.

Laut Hofer wirkt sich die marginal erscheinende Einschränkung nicht nur optisch, sondern auch sportlich aus. Die Anlaufgeschwindigkeit erhöhe sich bis zu 1,5 km/h, die Springer erreichen in der Luft mehr Höhe und der Landedruck nehme zu, sagte der Skisprungchef der FIS. "Wir müssen damit rechnen, dass die Sprünge nicht mehr so weit gehen wie in den vergangenen sechs Jahren. Gleichzeitig sollte es zu einer geringeren Streuung der Weiten und damit zu einem erhöhten Spannungsmoment im Wettkampf kommen", erklärte Hofer.

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