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Mobbing-Vorwürfe: DSV-Führung steht hinter Wolfgang Steiert

Der in die Kritik geratene Bundestrainer Wolfgang Steiert hat zum Auftakt der Vierschanzentournee Rückendeckung durch die Führung des Deutschen Skiverbandes erhalten.

Der in die Kritik geratene Bundestrainer Wolfgang Steiert hat zum Auftakt der Vierschanzentournee Rückendeckung durch die Führung des Deutschen Skiverbandes (DSV) erhalten. "Wir stehen voll hinter ihm und dem gesamten Trainer-Team. Es gibt überhaupt keinen Ansatzpunkt für die Verbandsspitze, in den Skisprung eingreifen zu müssen. Die Trainer haben das im Griff", sagte DSV-Sportdirektor Thomas Pfüller.

Beitrag des Magazins "Der Spiegel"

Er reagierte damit auf die in einem "Spiegel"-Beitrag erneuerten Vorwürfe, Steiert habe den suspendierten Frank Löffler aus dem Team gemobbt. Der Bundestrainer reagierte sichtlich getroffen auf die Vorwürfe. "Man braucht nicht um den heißen Brei herum reden: Das tat weh. Es ist natürlich nicht positiv, dass solch ein Thema zur Tournee aufgewirbelt wird", sagte Steiert. Um die Konzentration auf den Sport zu gewährleisten, erklärte Pfüller das Thema umgehend für beendet: "Die Tournee ist unsere wichtigste Veranstaltung. Wenn Fehler passiert sind, führt man die Diskussion darüber nicht hier, sondern am Saisonende."

Kritik an Löffler

Für die DSV-Spitze gibt es laut Pfüller ohnehin keinen Anhaltspunkt dafür, dass sich Steiert etwas zu Schulden kommen ließ. "Beim DSV denkt keiner daran, Löfflers Karriere zu zerstören", sagte der Sportdirektor und kritisierte die Einstellung des 23 Jahre alten Oberstdorfers. "Wenn man es im Spitzensport nach vorn bringen will, muss man sich gewissen Regeln unterwerfen", meinte Pfüller. Die Trainer hätten im Sommer hervorragende Arbeit geleistet und sich nichts vorzuwerfen. "Wir haben uns vor der Saison mit dem Präsidenten verständigt und dann entschieden, ein neues Trainer-Team im Skisprung zu installieren. Daran gibt es überhaupt nichts zu rütteln", sagte Pfüller.

Nicht auf die leichte Schulter nimmt der DSV die von Löffler ausgelöste Gewichts-Diskussion. "Diese Problematik belastet das gesamte Skispringen. Nach der Saison werden wir mit der FIS und den anderen Nationen über Lösungen beraten", kündigte Pfüller an. Bestimmte Dinge müssten aufgearbeitet werden. "Und zwar nicht wegen Löffler, sondern der Sache selbst."

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