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Evi Sachenbacher-Stehle: Skiverband verwundert über Zweijahres-Sperre

Evi Sachenbacher-Stehle wurde nach ihrem positiven Dopingtest für zwei Jahre gesperrt. Der Skiverband reagiert überrascht - für die Biathletin selbst ist das Urteil überhaupt nicht nachvollziehbar.

Der Deutsche Skiverband hat mit Verwunderung auf die vom Biathlon-Weltverband verhängte Zweijahres-Sperre für Evi Sachenbacher-Stehle reagiert. "Dass Evi Sachenbacher nach ihrem Dopingvergehen von Sotschi eine Sperre erhält, war relativ klar. Allerdings hat uns die Dauer von zwei Jahren schon überrascht, weil die Regelsperre üblicherweise für bewusstes Dopen verhängt wird. Wir gehen hingegen davon aus, dass Evi Sachenbacher fahrlässig gehandelt hat", erklärte DSV-Präsident Franz Steinle in einer Stellungnahme. Die Biathletin war am Vortag nach ihrem positiven Dopingbefund bei den Olympischen Winterspielen rückwirkend für zwei Jahre gesperrt worden. Vom DSV hat sie voraussichtlich keine weiteren Sanktionen zu erwarten.

Olympiasiegerin bestreitet bewusstes Doping

Bei der 33-Jährigen war die Substanz Methylhexanamin nachgewiesen worden, die im Wettkampf verboten ist. Die zweimalige Langlauf-Olympiasiegerin hatte bei ihrer Anhörung bewusstes Doping bestritten. Sie sprach von einem "heftigen" Urteil: "Es ist für mich überhaupt nicht nachvollziehbar, dass mein Fall der unbewussten Einnahme durch ein nachweislich kontaminiertes Nahrungsergänzungsmittel von der Sanktion her nun auf die gleiche Stufe wie ein vorsätzlicher EPO Dopingsünder gestellt wird."

fme/DPA / DPA

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