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NFL: Houston Texans erstmals für die Playoffs qualifiziert

Die Verletzungen des etatmäßigen Quarterbacks Matt Schaub und dessen Vertreters Matt Leinart haben die Houston Texans nicht vom ersten Playoff-Einzug der Teamgeschichte abhalten können. Bei den Cincinnati Bengals führte Spielmacher-Neuling TJ Yates die Texaner zum zweiten Sieg hintereinander und damit zum größten Erfolg.

Dass die Houston Texans ihre erste Playoff-Teilnahme in der Teamgeschichte ausgerechnet auswärts feiern durften, haben sie unter anderem einem Neuling in der NFL zu verdanken. Rookie-Quarterback TJ Yates, eigentlich der Ersatz des Ersatzes, führte die Texaner bei den Cincinnati Bengals nach erfolgreicher Aufholjagd zum 20:19-Sieg und bewahrte in seinem zweiten Liga-Spiel seine persönliche weiße Weste.

Houston ist damit in der AFC South nicht mehr einzuholen, da die Tennessee Titans zeitgleich mit 17:22 gegen die New Orleans Saints, die ihrerseits ihr Playoff-Ticket buchten, verloren.

Dabei hatte es 2:33 Minuten vor dem Ende für Houston weniger rosig ausgesehen: An der eigenen 20-Yard-Linie bekam die texanische Offensive um den unerfahrenen Yates den Ball und ließ nicht locker, ehe Yates acht Sekunden vor dem Ende Kevin Walter in der Bengals-Endzone bedienen konnte. Kicker Neil Rackers sicherte mit seinem Extra-Punkt den Sieg.

Yates hatte in den entscheidenden Minuten nicht nur mit dem Touchdown, sondern auch einem Lauf über 17 Yard, der einen neuen ersten Versuch bescherte, für den Sieg mitgesorgt. "Es ist einfach verrückt", zitierte espn.com Matchwinner Yates. "Eine Menge Leute dieses Clubs haben lange darauf gewartet. Dies ist ein ganz besonderer Tag", meinte der Rookie in Andeutung auf die Teamgeschichte der Texans, die seit ihrer Gründung 2002 noch nie an der Meisterrunde teilnehmen durften.

Saints buchen Playoff-Ticket

Mitverantwortlich für die vorzeitige Qualifikation für die Playoffs sind die New Orleans Saints, die beim Texans-Verfolger Tennessee Titans mit 22:17 gewannen und damit ihrerseits die Teilnahme an der Meisterrunde sicherten. Dabei hatte sich die Offensive um Quarterback Drew Brees, der es am Ende auf 337 Yard Raumgewinn und zwei Touchdowns brachte, erst im vierten Viertel aus ihrer Lethargie reißen lassen und nach zuvor drei Field Goals von Kicker John Kasay zwei Mal die Endzone durch Wide Receiver Marques Colston nach einem Brees-Pass gefunden.

Bei den Titans, die ursprünglich in Houston als Oilers beheimatet waren, überzeugte Rookie-Quarterback Jake Locker, der im zweiten Viertel Matt Hasselbeck ersetzt hatte, mit 282 Yard Raumgewinn und einem Touchdownpass. Den entscheidenden Spielzug konnte er jedoch nicht in der gegnerischen Endzone unterbringen, Saints-Verteidiger Jo-Lonn Dunbar stoppte ihn bei auslaufender Uhr vorzeitig.

Die endgültige Playoff-Teilnahme der Saints wurde allerdings an anderer Stelle gesichert. Der 13:10-Erfolg nach Verlängerung der Denver Broncos gegen die Chicago Bears sorgte für die Qualifikation New Orleans. In Denver hatte Kicker Matt Prater die entscheidenden Punkte verzeichnet, nachdem Broncos-Quarterback Tim Tebow mit einem Pass auf Demaryius Thomas gute zwei Minuten vor dem Ende der Partie die ersten Punkte Denvers verbuchen konnte. Prater hatte anschließend für den Ausgleich und die Verlängerung gesorgt.

Giants schließen zu Cowboys auf

Während in Houston und New Orleans bereits die Korken knallen, herrscht bei den Dallas Cowboys Katerstimmung nach dem 34:37 gegen den Divisionrivalen New York Giants, der somit die gleiche 7:6-Bilanz aufweist, wie der Gastgeber. Die Giants haben durch den Sieg in Dallas vorerst sogar die Nase vorne in der NFC East – am letzten Spieltag könnte es zwischen den beiden Teams zum entscheidenden Duell in New York kommen.

Die Texaner hatten dank vier Touchdowns bei 321 Yard Raumgewinn durch Quarterback Tony Romo 5:41 Minuten vor dem Ende mit zwölf Punkten Vorsprung alle Fäden in der Hand. Sie ließen allerdings zwei schnelle Touchdowns für die Giants – einen durch einen Pass von Eli Manning auf Jake Ballard und einen durch Lauf von Brandon Jacobs – zu und mussten zudem mitansehen wie New Yorks Verteidiger Jason Pierre-Paul einen Field Goal-Versuch zum Ausgleich von Kicker Dan Bailey eine Sekunde vor dem Ende blockte.

Gronkowski mit ungewöhnlichem Rekord bei Patriots-Sieg

Tight End Rob Gronkowski hat beim 34:27 der New England Patriots bei den Washington Redskins die Marke von 15 Touchdowns in einer Saison als erster Spieler seiner Position geknackt. Bei den Pats, die mit den sich stetig herankämpfen Redskins nur schwer zurechtkamen, sorgte einmal mehr Quarterback Tom Brady mit 357 Yard Raumgewinn und drei Touchdowns bei einer Interception für den Erfolg. Bei zwei der drei Touchdowns hatte er Gronkowski bedient. New England steht nach dem zehnten Sieg kurz vor der erneuten Playoff-Qualifikation.

sportal.de / sportal

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