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NFL San Francisco und New England erreichen Conference Finals


Mit seinem Touchdown-Pass neun Sekunden vor Schluss zum 36:32-Sieg der San Francisco 49ers über die New Orleans Saints hat sich Quarterback Alex Smith mit nur einem Wurf in die Reihe der ganz großen 49ers-Quarterbacks geworfen. New England hatte beim 45:10-Kantersieg über Denver weniger Mühe.

Die San Francisco 49ers haben als erstes Team das Halbfinale der National Football-League NFL erreicht. Der fünfmalige Meister setzte sich in der NFC daheim in einem spektakulären Viertelfinale mit 36:32 gegen die New Orleans Saints durch. Im AFC Halbfinale gewannen die New England Patriots rekordverdächtig mit 45:10 gegen die Denver Broncos.

San Francisco siegt Sekunden vor Schluss

Die Gäste hatten bis neun Sekunden vor Schluss mit 32:29 geführt, ehe Tight End Vernon Davis mit einem Touchdown nach einem Pass von Quarterback Alex Smith die Partie noch drehte. "Das ist wirklich enorm für uns", war Davis nach dem Spiel laut espn.com kaum zu stoppen. "Das ist Geschichte, legendär, alles, wie du es beschreiben kannst."

Die 49ers waren schnell mit 17:0 in Führung gegangen, doch Saints-Quarterback Drew Brees führte sein Team zurück ins Spiel und mit einem 66-Yard-Touchdown-Pass auf Jimmy Graham sogar scheinbar auf die Siegerstraße 1:37 Minuten vor dem Ende. Doch Smith und Davis drehten die Partie kurz vor Spielende mit dem Spielzug, der bereits jetzt mit den Namen "The Grab" großes Potenzial für die Geschichtsbücher hat.

Für San Francisco war es der erste Sieg im ersten Playoff-Spiel seit 2003. Im Conference-Finale treffen die 49ers auf den Sieger der Sonntag-Partie zwischen Meister Green Bay Packers und den New York Giants.

Patriots feiern Rekord-Sieg

Die New England Patriots stehen dagegen erstmals seit 2008 wieder im Conference-Finale. Das Team aus Boston gewann auch ohne seinen am Fuß verletzten deutschen Right Tackle Sebastian Vollmer das Viertelfinal-Heimspiel gegen überforderte Denver Broncos hoch verdient mit 45:10.

Bereits zur Pause war die einseitige Partie beim Stand von 35:7 für die Gastgeber entschieden. Patriots-Quarterback Tom Brady stellte mit sechs Touchdown-Pässen den bisherigen NFL-Playoff-Rekord ein.

"Ich kann die Spieler gar nicht genug loben", sagte ein sichtlich stolzer Bill Belichick. Für gewöhnlich ist der Trainer nie zufrieden und wirkt immer grimmig. Nach dem höchsten Playoff-Sieg der Vereinsgeschichte kam jedoch sogar ein Scherz über Belichicks Lippen. "Die Spieler haben es verdient zu gewinnen, denn sie müssen mich aushalten."

Die Patriots liefen bei frostigen Temperaturen von minus fünf Grad in Foxborough früh heiß. Vor der Partie hatte der Verein noch Handwärmer an die knapp 70.000 Zuschauer ausgegeben, aber die waren überflüssig. Nach 111 Sekunden gelang Wide Receiver Wes Welker der erste Touchdown, nur sechs Minuten später fing Tight End Rob Gronkowski einen Pass von Quarterback Tom Brady spektakulär zur 14:0-Führung. "Einen besseren Start kann man gar nicht haben", meinte Gronkowski.

Bis zur Pause gelangen ihm zwei weitere Touchdowns, zudem trug Wide Receiver Deion Branch den Ball einmal in die Endzone. Als die Spieler in die Halbzeit gingen, war die einseitige Partie beim Stand von 35:7 bereits entschieden.

Kein Tebowing in New England

Bei den Broncos blieb der viel gehypte Quarterback Tim Tebow blass. Der 24-Jährige ist seit Wochen wegen seines offen ausgelebten Glaubens großes Gesprächsthema. In einer ESPN-Umfrage nach Amerikas populärstem Athleten landete Tebow gar auf Platz eins.

Die Patriots holten den in Denver, der 1600 Meter über dem Meeresspiegel gelegenen Stadt, als Mile-High-Messias vergötterten Spielmacher jedoch auf den harten Boden der Realität zurück. Im ersten Durchgang gelangen Brady mehr Touchdowns (5) als Tebow Pässe zum Mitspieler (3).

Die Gastgeber stellten mit 510 Yards Raumgewinn sowie 45 Punkten Playoff-Vereinsrekorde auf. Auch Bradys Pässe über 363 Yards bedeuten eine Bestmarke. Zudem egalisierte der 34-Jährige mit sechs Touchdowns den NFL-Rekord der K.o.-Runde. Im Halbfinale empfangen die Patriots am kommenden Sonntag den Sieger der Partie zwischen den Baltimore Ravens und den Houston Texans.

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