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NHL: Icecrusher - Die Top-Rookies der NHL

Auch Wayne Gretzky und Mario Lemieux haben einmal klein angefangen und die jungen Spieler sorgen in dieser NHL-Saison richtig für Furore. Grund genug für sportal.de, eine Rangliste der Top-Rookies dieser Saison zu erstellen.

Wayne Gretzky, Mario Lemieux und Mark Messier ... sie alle haben einmal in der NHL als Rookies angefangen und von Beginn an für Furore gesorgt. Diese Saison haben wir wieder eine dichte Breite an sehr talentierten jungen Spielern. Grund genug, Ihnen die unserer Meinung nach besten acht NHL-Rookies dieser Saison vorzustellen.

8. Adam Larsson (Verteidger, New Jersey Devils)
36 Spiele, 2 Tore, 11 Assists

Mit Adam Larsson haben wir gleich den einzigen Verteidiger, aber nicht den letzten Schweden in unserer Liste der Top-Rookies - soviel sei verraten. Offensiv hat Larsson noch Luft nach oben, aber defensiv ist man bei den Devils äußerst zufrieden mit dem 19-Jährigen. Durchschnittlich 21:48 Minuten auf dem Eis sprechen eine deutliche Sprache. Die magere Offensiv-Ausbeute könnte auch der Tatsache geschuldet sein, dass sich Larsson zunächst auf seine defensiven Qualitäten konzentriert. Die Offensive wird dann irgendwann von alleine dazukommen.

7. Cody Hodgson (Center, Vancouver Canucks)
40 Spiele, 9 Tore, 13 Assists

Als Center hat man es bei den Canucks schwer, schließlich heißen Henrik Sedin und Ryan Kesler die Mittelmänner der beiden Reihen. Für einen Rookies bedeutet dies, sich hinten anzustellen und mit weniger Eiszeit auszukommen. 12:23 Minuten sind dies für Hodgson derzeit im Schnitt und in dieser relativ kurzen Zeit schafft es der 21-jährige Kanadier durchaus, produktiv zu sein. 22 Punkte aus 40 Spielen sind eine Bilanz, die sich unter diesen Umständen wahrlich sehen lassen kann.

Nach einem schwachen Oktober kam Hodgson im November und Dezember immer besser in Fahrt und fand mit einem Tor und einem Assist gegen die San Jose Sharks auch einen guten Start ins neue Jahr. Aber obwohl er in jedem seiner letzten sechs Spiele in der heimischen Rogers Arena gepunktet hat, und er damit die längste Punkte-Serie eines Rookies seit Dixon Ward 1992 aufgestellt hat, kündigte Canucks-Coach Alan Vigneault bereits an, dass er nicht mehr Eiszeiten bekommen würde, selbst wenn seine Statistiken noch besser werden - Sedin und Kesler halt...

6. Craig Smith (Center, Nashville Predators)
39 Spiele, 8 Tore, 17 Assists 

Zuletzt ist es etwas stiller geworden um den Rookie-Center der Predators, aber zu Beginn der Saison war Smith der heißeste aller NHL-Neulinge. Nach 15 Spielen hatte er bereits sieben Tore auf seinem Konto und damit mehr als doppelt so viel wie jeder andere Predators-Rookie zuvor zu diesem Zeitpunkt. Seitdem baut Smith aber eher mit Vorlagen sein Punktekonto aus.

Gegen die Vancouver Canucks verbuchte er beim 6:5-Erfolg derer drei, womit er erst der vierte Nashville-Rookie ist, dem dies in einem Spiel gelang. Seine Performance ist aber stark davon abhängig, wie er in seinem Team eingesetzt wird. Gehört er zu den beiden ersten Reihen - was bisher nur aufgrund verletzungsbedingter Ausfälle anderer Spieler geschah - produziert er Punkte am Fließband.

Spielt er aber nicht unter den Top-6, dann fällt seine Statistik auch schlecht aus. Vielleicht sollte man in Nashville überlegen, dem 2009 in der vierten Runde gedrafteten 22-Jährigen dauerhaft einen Platz in einer der beiden Top-Reihen zu geben.

5. Matt Read (Rechtsaußen, Philadelphia Flyers)
34 Spiele, 12 Tore, 10 Assists

Matt Read ist ein absoluter Spätstarter in die NHL. Im März hatten die Flyers verkündet, dass sie den heute 25-jährigen ungedrafteten Read zur Saison 2011/2012 verpflichtet hätten. Für die Bemidji State University hatte Read diverse Rekorde aufgestellt und auch in der NHL fand sich der Außen schnell zurecht.

Erst schaffte er den Sprung in den finalen Kader, dann erzielte er seinen ersten NHL-Treffer am 8. Oktober 2011 gegen keinen geringeren als Martin Brodeur von den New Jersey Devils und schließlich schaffte er am 18. Oktober gegen die Ottawa Senators vier Punkte (1 Tor, 3 Assists) in einem Spiel. Mit nunmehr zwölf Toren - davon drei spielentscheidende - hat der Rookie eine sehr starke Bilanz aufzuweisen.

4. Carl Hagelin (Linksaußen, New York Rangers)
19 Spiele, 7 Tore, 4 Assists

Ein Spätstarter ist auch der Schwede Carl Hagelin. Am 25. November gab der 23-Jährige sein NHL-Debüt für die Rangers und ist seitdem kaum noch aus der Mannschaft wegzudenken. In seinen ersten vier Spielen konnte er jeweils punkten und war damit der erste Ranger seit Steven King 1992, dem dies gelang. Kein Rookie konnte in der Zeit seit Hagelins Debüt mehr NHL-Tore erzielen als der Schwede.

Obwohl er im Schnitt nur 12:45 Minuten auf dem Eis steht, konnte Hagelin schnell auf sich aufmerksam machen und weist mit einer Plus-Minus-Bilanz von +10 die drittbeste seines Teams auf. Zwei seiner sieben Tore erzielte er zudem in Unterzahl. 14,3 Prozent seiner Schüsse landeten im Netz.

3. Adam Henrique (Center, New Jersey Devils)
35 Spiele, 10 Tore, 18 Assists

Etwas überraschend kommt sicherlich der Durchbruch von Henrique, den die Devils im Draft 2008 in der dritten Runde als insgesamt 82. Spieler verpflichtet hatten. Vor dieser Saison konnte der 21-jährige Kanadier gerade einmal 13:21 NHL-Minuten bestreiten, diese Saison geht es für den Center aber dafür richtig durch die Decke.

Dass er ein heißer Kandidat auf die Calder Trophy für den besten Rookie der Saison sein wird, liegt aber natürlich auch an der Tatsache, dass er in einer Reihe mit Ilya Kovalchuk und Zach Parise antreten darf. Es gib sicherlich schlechtere Partner für einen NHL-Neuling. Zudem hat er bereits drei Game-Winning-Goals erzielt.

2. Gabriel Landeskog (Linksaußen, Colorado Avalanche)
41 Spiele, 8 Tore, 12 Assists

Von den Statistiken her gibt es einige Spieler, die eine bessere Bilanz haben, aber der schwedische Linksaußen ist von der Wichtigkeit für sein Team für uns die Nummer 2 der Rookies. Landeskog deutet immer wieder an, was die Fans in Denver noch von ihm erwarten dürfen. Seine Plus-Minus-Bilanz ist mit 9 überragend und deutlich die beste der Avalanche.

Dabei ist der 19-jährige Schwede vor allem ein Mann für die wichtigen Tore: 6 seiner 8 Treffer bedeuteten entweder den Ausgleich oder die Führung seines Teams.  Auf dem Eis agiert Landeskog bereits wie ein NHL-Veteran und beweist, dass er zurecht die Nummer 2 des Drafts war.

1. Ryan Nugent-Hopkins (Center, Edmonton Oilers)
38 Spiele, 13 Tore, 22 Assists

Die Nummer 1 des diesjährigen Drafts schlug in der NHL ein wie eine Bombe. Von Beginn an zeigte der 18-Jährige, dass er bereits locker in der NHL mithalten kann. Nuge ist Top-Scorer seines Teams, aber vor allem sein Spielverständnis auf dem Eis zeigt, dass er ein ganz großer werden kann. Selten spielt er einen überhasteten Pass und ist die Oilers-Waffe Nummer 1 im Powerplay. Dabei fehlen ihm körperlich noch einige Kilos, um mit dem durchschnittlichen NHL-Spieler mithalten zu können.

Das erinnert die Zuschauer in Edmonton an ihren größten Spieler aller Zeiten: Wayne Gretzky. Aber sein Coach bei den Junioren von Red Deer, Jesse Wallin, sieht andere Parallelen bei Nugent-Hopkins. "Ich habe mit Pavel Datsyuk gespielt", sagte er laut espn.com. "Das ist jemand, an den mich Hoppy erinnert. Er ist so stark auf den Kufen und seine Fähigkeit, Checks auszuweichen, ist so gut wie bei kaum einem anderen."

Obwohl er noch bei der Junioren-WM hätte spielen können und sollen, schob der Club seiner Teilnahme dort einen Riegel vor. "Das ist ein Franchise-Spieler, wir brauchen ihn hier", sagte Oilers-Coach Tom Renney.

Henning Schulz

sportal.de / sportal

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