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NHL: NHL - Sidney Crosby vor dem Comeback

Während die NHL sehnsüchtig auf das Comeback von Sidney Crosby wartet, kümmern wir uns um weitere derzeit verletzte Stars, die bei ihrer Rückkehr für ihre Teams in dem Rennen um die Playoffs noch den Unterschied ausmachen könnten.

Nun ist es also soweit: Der Superstar der NHL kehrt zurück aufs Eis. Sidney Crosby hat von den Ärzten endlich das O.k. bekommen, nach seiner vermutlichen Gehirnerschütterung wieder mit seinen Teamkollegen von den Pittsburgh Penguins zu trainieren. Das heißt aber nicht, dass schon feststehen würde, wann Crosby wieder ein NHL-Spiel absolvieren kann. Ein Zeitpunkt seines Comebacks ist weiter offen.

Durch seine Rückkehr würden die Penguins noch einmal einen enormen Schub für die NHL-Playoffs bekommen. Bei seinem ersten Comeback in November nach seiner Pause von zehn Monaten hatte Crosby bereits eine spektakuläre Serie von zwölf Punkten in acht Spielen hingelegt, wenn ihm Ähnliches bei seinem zweiten Comeback gelingt, dürfen sich die Penguins auf einiges freuen.

Damals hat es sechs Wochen gedauert, nachdem die Ärzte Crosby das O.k. für Kontaktspiel gegeben hatten, bevor der Penguins-Kapitän wieder für sein Team ein NHL-Spiel bestreiten konnte, dieses Mal sollte es etwas schneller gehen. "Ich werde mir selber mit Sicherheit einige Tage geben mit Körperkontakt im Training. Aber ich werde hier nicht sitzen und ein genaues Datum für mein Comeback angeben, das wäre totale Spekulation", sagte Crosy laut espn.com.

Stars, die in den NHL-Playoffs den Unterschied machen könnten

Crosby ist nur einer von einer ganzen Reihe verletzter Superstars, die ihren Teams mit ihrer Rückkehr einen Schub für die Playoffs geben könnten. Wie Crosby pausiert Jonathan Toews von den Chicago Blackwings derzeit aufgrund der Symptomen einer Gehirnerschütterung. In der bärenstarken Central Division liegen die Blackhawks zwar nur auf dem vierten Platz, aber doch hinsichtlich der NHL-Playoffs gut auf Kurs. Toews, der nun bereits acht Spiele aussetzen musste, soll aber ebenfalls auf dem Weg der Besserung sein und das Team hofft, dass er bald wieder mit dem Eistraining beginnen kann.

Schmerzlich vermisst wird auch Martin Havlat von den San Jose Sharks. Der Tscheche soll nach einer Bänderoperation Mitte März ins Sharks-Lineup zurückkehren, vor seiner Verletzung hatte Havlat 15 Punkte in 26 Spielen für San Jose gemacht, denen es zuletzt vor allem in der Offensive an Durchschlagskraft mangelte.

Auch ohne Alex Steen haben die St. Louis Blues zu einem Höhenflug angesetzt, der sie bis an die Spitze der Western Conference geführt hat, dabei hatte der Kanadier - der ebenfalls mit einer Gehirnerschütterung ausfällt - mit 13 Toren in 36 Spielen einen vielversprechenden Saisonstart hingelegt. Der Zeitpunkt seiner Rückkehr ist aber noch völlig offen, würde den Blues aber einen weiteren Schub geben.

Der vierte Schlüsselspieler, der mit einer Gehirnerschütterung ausfällt, ist Nicklas Backström von den New York Rangers, die ihren Franchise-Center für die Playoffs unbedingt brauchen. Aber auch bei Backström wollen die Symptome einfach nicht verschwinden. Der Schwede bekam von seinem Team eine Auszeit verpasst, die er mit seiner Familie in seiner Heimat verbrachte. Auch hier ist der Zeitpunkt des Comebacks völlig offen.

Penguins in der NHL auf Playoff-Kurs

Aber auch ohne ihren Kapitän sind die Pittsburgh Penguins in der NHL klar auf Playoff-Kurs. 13 Punkte trennen sie von den Washington Capitals, die auf dem neunten Platz in der Eastern Conference liegen, acht Punkte hinter den New York Rangers bedeuten aber auch, dass es wohl maximal um den vierten Platz im Osten gehen wird, auch wenn die Pens mit derzeit sechs Siegen in Serie das heißeste Team der NHL und ärgster Verfolger der Rangers sind.

Hoffnungen auf einen Playoff-Platz dürfen sich auch sogar die Buffalo Sabres machen, die nur noch vier Punkte hinter den Winnipeg Jets, derzeit Achter in der Eastern Conference, liegen. Das Team mit dem deutschen Trio Christian Ehrhoff, Jochen Hecht und neuerdings auch Alexander Sulzer wird wohl bis Saisonende um einen Playoff-Platz kämpfen.

Besser sieht es da bei den Boston Bruins und Dennis Seidenberg aus, die sich als Zweiter der Eastern Conference und Erster der Northeast Division klar auf Playoff-Kurs befinden, ebenso wie die Florida Panthers mit Marcel Goc und Marco Sturm, die die Southeast Division anführen.

St. Louis Blues lösen Vancouver Canucks ab

In der Western Conference sind die Vancouver Canucks an der Spitze überraschend von den St. Louis Blues überflügelt worden. Mit ihrer überragenden Defensive von nur 132 Gegentoren in bisher 67 Spielen haben die Blues die kleine Schwächephase der Canucks von zwei Niederlagen in Serie ausgenutzt.

Spannend ist nicht nur der Kampf um die Spitze - einen Punkt hinter den Canucks lauern auch noch die Detroit Red Wings -, sondern vor allem das Rennen um die letzten Playoff-Plätze in der Western Conference. Die Calgary Flames als Elfter haben auf den Siebten, Phoenix Coyotes gerade einmal drei Punkte Rückstand.

Fünf Teams kämpfen also um zwei Plätze und sogar die Anaheim Ducks und die Minnesota Wild dürfen sich vier, bzw. sechs Punkte hinter den Flames noch leise Hoffnungen machen. Gerade eben noch auf dem achten Playoff-Platz liegen die San Jose Sharks mit Goalie Thomas Greiss, deren Absturz sich in den letzten Wochen gnadenlos fortgesetzt hat. Zwölf Niederlagen in den letzten 16 Spielen sprechen hier eine deutliche Sprache.

Wir dürfen uns auf vier verbleibende Wochen Spannung in der NHL freuen.

Henning Schulz

sportal.de / sportal

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