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NHL: Penguins und Canucks stehen vor dem Playoff-Aus

Mit 158 Strafminuten beim 8:4 der Philadelphia Flyers gegen die Pittsburgh Penguins hat die bereits zuvor als Battle of Pennsylvania benannte NHL-Playoff-Serie ihrem Namen alle Ehre gemacht. In Los Angeles ging es dagegen gesitteter zu – allerdings mit demselben Ausgang für die Vancouver Canucks wie für die Penguins. Sie stehen gegen die Kings vor dem Playoff-Aus.

Es gibt Ereignisse, die werfen ihre Schatten voraus und werden ihrem Namen nicht gerecht. Dann gibt es wiederum Top-Events, die allen Erwartungen gerecht werden. Die Playoff-Serie in der ersten Runde der Eastern Conference der NHL zwischen den Philadelphia Flyers und Pittsburgh ist so eines, auch wenn es auf dem Papier nach dem 8:4 der Flyers und einer 3:0-Serienführung einseitig aussieht.

Im dritten Spiel wurden die Akteure auf beiden Seiten einmal mehr dem der Serie gegebenen Namen Battel of Pennsylvania gerecht, wurde doch an allen Ecken und Ende besonders im ersten Drittel gekämpft und gab es doch einige Opfer zu beklagen. 20.092 orange gekleidete Flyers-Fans im Wells Fargo Center sahen das erwartet verbissen geführte Duell zweier NHL-Top-Teams.

Die kassierten im ersten Drittel alleine 72 von insgesamt 158 Straf-Minuten, Philadelphias Kimmo Timonen sowie Pittsburgh Kris Letang und Aaron Asham durften bereits nach dem ersten Abschnitt vorzeitig duschen, später kam noch Craig Adams dazu. Zudem kassierten vier weitere Spieler jeweils Zehn-Minuten-Strafen.

Neun Strafen in einer Spielsekunde

Vogelwild wurde es besonders nach 12:02 Minuten, nachdem Penguins-Kapitän Sidney Crosby am linken Pfosten des Flyers-Tor so lange nach dem Puck stocherte, bis es Claude Giroux zu bunt wurde und er Crosby anging. Die Prügelei der Superstars artete in weitere Scharmützel aus. Giroux und Crosby durften ihre Mütchen für jeweils fünf Minuten kühlen, Timmonen und Letang durften das Eis nicht mehr betreten – insgesamt wurden neun der insgesamt 38 Strafen ausgesprochen.

"Da dachte ich schon, die ersten beiden Spiele in Pittsburgh waren verrückt, aber das hier war noch viel wilder", zitierte nhl.com den zweifachen Flyers-Torschützen Danny Briere. "Und es fühlt sich sehr gut an, auch dieses Spiel gewonnen zu haben."

Gespielt wurde auch - zwischenzeitlich

Im Gegensatz zu den ersten beiden Spielen hatten die Flyers allerdings im ersten Abschnitt schon die Oberhand behalten, nachdem Ex-Penguin Maxime Talbot (6:44 Minuten), Briere (8:19/11:45) und Matt Read (15:40) gegen zwei Pittsburgh-Treffer von Jordan Staal (3:52) und James Neal (15:17) gegengehalten hatten. Neal (30:31) und Staal (35:40) waren es auch im zweiten Abschnitt, die für die Penguins treffen konnte, allerdings konterten Read (34:18) und Wayne Simmonds (39:14) für die Flyers.

Nach einem strafentechnisch harmlosen Abschnitt setzten Giroux (40:27) und Talbot (57:14) die sportlichen Akzente, während es auf dem Eis noch einmal hoch her ging. Neal hatte nach 55 Minuten Giruox auf dem Kieker und brachten diesen zu Fall. Dies wiederum gefiel Simmonds nicht, der sich Neal vorknöpfte. Adams und Scott Hartnell gerieten dabei ebenfalls aneinander – 13 Strafen gab es für diese Szene noch einmal auf das Habenkonto beider Teams.

"Wir haben einfach nicht unser Bestes gegeben", erklärte Staal gegenüber post-gazette.com den drohenden Sweep in der Playoff-Serie, den es in der Teamgeschichte erst zwei Mal, nämlich 1927 und 1979, gab. "Wir waren einfach nicht konstant genug und haben kein Spiel konzentriert durchgespielt."

Canucks ebenfalls vor dem Aus

Eine ähnliche Aussage dürfte auch bei den Vancouver Canucks nach dem 0:1 bei den Los Angeles Kings gefallen sein. Durch Dustin Browns Treffer für Gastgeber im Staples Center (46:30) und einer erneute glänzenden Leistung von Kings-Goalie Jonathan Quick, der 41 Canucks-Schüsse auf sein Tor stoppte, steht das punktbeste Team der regulären Saison vor dem frühen Saisonaus.

sportal.de / sportal

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