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Schwimm-EM: Biedermann holt Gold

Deutsche Triumphe bei der Schwimm-EM: Paul Biedermann holte Gold über die 200 Meter Freistil. Auch der Berliner Patrick Hausding durfte jubeln.

Weltrekordler Paul Biedermann hat seinen EM-Titel über 200 Meter Freistil verteidigt. Der 24-Jährige aus Halle/Saale gewann am Mittwoch bei den Schwimm-Europameisterschaften in Budapest in 1:46,06 Minuten. Der Weltmeister lag vor dem Russen Nikita Lobinzew und dem Niederländer Sebastiaan Verschuuren. Biedermann holte das zweite Gold der Beckenschwimmer nach der Frauen-Staffel über 4 x 100 Meter Freistil.

Auch Deutschlands Wasserspringer können wieder lachen: Patrick Hausding hat zum Auftakt seines Mammutprogramms bei der EM in Budapest Silber vom 1-m-Brett gewonnen und den Springern zum erhofften Befreiungsschlag verholfen. Bei der WM im Vorjahr in Rom war die Sparte des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) erstmals seit der Wiedervereinigung ohne Edelmetall geblieben. Auf Hausding war Verlass. Der 21 Jahre alte Berliner, der in Ungarn in allen fünf Wettbewerben antritt, musste sich mit 430,25 Punkten nur dem Ukrainer Ilja Kwascha (433,90) geschlagen geben.

Bronze holte der Spanier Javier Illana (414,35). "Ich habe die Sprünge gut ins Wasser gebracht. Ich bin sehr zufrieden. Das war ein toller Auftakt für mich", sagte Hausding. Der Allrounder zeigte einen konstanten und fehlerfreien Wettkampf. Fast hätte es sogar zu Gold gereicht, doch Kwascha bewies bei seinem letzten Sprung Nervenstärke. Erleichtert war Lutz Buschkow, der bis Olympia 2012 beim DSV in Doppelfunktion als Leistungs-Sportdirektor und Cheftrainer der Springer tätig sein wird.

Für Hausding geht es am Donnerstag schon weiter

"Diese Medaille tut gut und gibt hoffentlich Schub für die weiteren Entscheidungen", sagte Buschkow und zeigte sein strahlendstes Lachen. Dagegen ging der Aachener Pavlo Rozenberg im wahrsten Sinn des Wortes unter. Der gebürtige Ukrainer, der bei der letzten EM noch Bronze gewonnen hatte, verpatzte einen Sprung völlig und schied als 27. im Vorkampf aus.

Ein ähnliches Missgeschick war Rozenberg bei der WM im Vorjahr vom 3-Meter-Brett passiert. Für Patrick Hausding geht es am Donnerstag (15.30 Uhr) im Synchronspringen vom 3-Meter-Brett mit seinem Leipziger Partner Stephan Feck weiter. Bei den Frauen gehen im Einzel vom Turm (19 Uhr) die EM-Zweite Nora Subschinski (Berlin) und die WM-Sechste Christin Steuer (Riesa) an den Start.

SID/dab / SID

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