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Winterspiele 2022 Skeleton: Christopher Grotheer und Axel Jungk rasen zu Gold und Silber

Christopher Grotheer schließt die Augen vor Glück, Axel Jungk jubelt mit mit
Christopher Grotheer schließt die Augen vor Glück, Axel Jungk jubelt mit
© Adam Pretty / Getty Images
Der Eiskanal von Yanqing bleibt fest in deutscher Hand: Christopher Grotheer hat die Goldmedaille im Skeleton gewonnen. Teamkollege Axel Jungk machte mit Silber den Doppelerfolg perfekt.

Die deutschen Athleten bleiben die Könige des Eiskanals: Christopher Grotheer setzte die deutsche Siegesserie in Yanqing fort und krönte sich mit großem Vorsprung zum ersten deutschen Skeleton-Olympiasieger. Der 29-Jährige aus Oberhof war am Freitag nach vier Läufen 0,66 Sekunden schneller als Teamkollege Axel Jungk. Es waren die ersten Medaillen für deutsche Skeletonpiloten in der Olympia-Geschichte. Dritter wurde der Chinese Yan Wengang.

Einen Tag nach dem Ende der Rodel-Festspiele mit vier Goldmedaillen war Grotheer mit 0,85 Sekunden Vorsprung vor Jungk in den finalen Lauf gegangen. Der Weltmeister musste im Prinzip nur fehlerfrei fahren - und tat dies auch. Zwei Jahre nachdem sich der Thüringer nicht einmal für das Weltcup-Team qualifiziert hatte, feierte er nun den größten Triumph seiner Karriere. Diese ist ohnehin ungewöhnlich genug, denn mit 15 Jahren wollte Grotheer noch Skispringer werden. Weil er dafür allerdings zu schwer wurde, wechselte er in den Eiskanal, wo er seit 2012 im Weltcup unterwegs ist.

Vor vier Jahren war er noch Achter

Bei seiner Olympia-Premiere vor vier Jahren in Pyeongchang war Grotheer noch Achter geworden. Für das Projekt Gold ging der erfahrene Pilot ganz eigene Wege, stellte sogar seinen Olympia-Schlitten in die Ecke. Mit seinem alten Schlitten lief es für Grotheer deutlich besser. Mit über 130 km/h hatte er auf dem alten Modell schon am ersten Tag die Spitzengeschwindigkeit im Feld gesetzt und in 1:00,00 Minuten einen Bahnrekord aufgestellt.

Schon am Samstag könnte es bei den Skeletonpilotinnen die nächste deutsche Medaille geben. Nach zwei von vier Läufen liegt das Trio Hannah Neise, Tina Hermann und Jacqueline Lölling auf den Plätzen zwei, drei und fünf. Olympia-Debütantin Neise aus Winterberg hat als Zweite 0,21 Sekunden Rückstand auf die führende Australierin Jaclyn Narracott. Weltmeisterin Tina Hermann vom WSV Königssee fuhr am Freitag auf Rang drei und liegt nur zwei Hundertstelsekunden hinter Neise. Die Entscheidung im Medaillenkampf fällt im vierten Lauf am Samstag (14.55 Uhr MEZ).

tis DPA

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