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SKI-WELTCUP: Die »Wilde Hilde« fährt allen davon

Einen Tag nach ihrem Triumph beim Ski-Weltcup in Saalbach hat Hilde Gerg auch die zweite Abfahrt gewonnen und ihre derzeitige Topform bestätigt.

Rosige Olympia-Aussichten für die deutschen Ski-Damen mit Hilde Gerg an der Spitze: Hilde Gerg unterstrich 27 Tage vor Salt Lake City in Saalbach mit dem ersten Abfahrts-Doppelsieg ihrer Karriere ihre Ambitionen auf ihr zweites Olympia-Gold. 24 Stunden nach ihrem ersten Erfolg raste die »Wilde Hilde« auf der 2448 Meter langen Piste von Saalbach in souveräner Manier zu ihrem nächsten Weltcup-Triumph. »Ich weiß auch nicht, was los ist. Es läuft einfach super«, freute sie sich.

Dritter Saisonsieg für Hilde Gerg

Die Lenggrieserin sicherte sich ihren dritten Saisonsieg und den 13. Weltcup-Erfolg ihrer Karriere. In 1:22,31 Minuten lag die 26-jährige Deutsche, die locker und leicht auf dem Ski steht, 5/100 Sekunden vor Renate Götschl und gleich 4/10 Sekunden vor Michaela Dorfmeister. Die Österreicherinnen warten damit seit dem 13. Januar 2001 auf einen Weltcup-Sieg in der Abfahrt. In der Weltcup-Gesamtwertung ist Hilde Gerg schon Dritte hinter der Schwedin Anja Pärson und der Österreicherin Michaela Dorfmeister.

Fünf Damen bereits für Olympia nominiert

Grund zur Freude hatte auch Regina Häusl: In ihrer Comeback-Saison nach dem Beinbruch beim Saison-Finale vor zwei Jahren löste sie als Achte das Olympia-Ticket. »Es geht aufwärts«, jubelte sie. Stark fuhr auch die Rettenbergerin Petra Haltmayr als Zehnte. »Die Sicht war schlecht, mehr war nicht drin«, klagte die Siegerin des Super-G-Weltcup-Rennens in Lake Louise. Isabelle Huber (Ruhpolding) sammelte auf Rang 30 einen Weltcup-Zähler. Kombinations-Weltmeisterin Martina Ertl (Lenggries) fuhr als 35. dagegen nicht in die Weltcup-Punkte. Die 28-Jährige ist aber genau wie Hilde Gerg, Petra Haltmayr, Slalom-As Monika Bergmann (Lam) und nun auch Regina Häusl bereits für die Olympischen Winterspiele qualifiziert.

Düstere Aussichten bei den Herren

Eher düster sieht es dagegen bei den Herren aus: Max Rauffer (Leitzachtal) und Stefan Stankalla (Partenkirchen) fuhren auf den Plätzen 36 und 38 weit hinterher. Lediglich Slalom- Spezialist Markus Eberle aus dem Kleinwalsertal hat ein Ticket für Olympia gelöst. Die Österreicher konnten einen Dreifach-Triumph durch Weltcup- Spitzenreiter Stephan Eberharter, Weltmeister Hannes Trinkl und Josef Strobl verbuchen.

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