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Super-G: Keppler überrascht mit Platz zwei

Riesen-Überraschung beim Ski-Weltcup in Gröden: Stephan Keppler hat beim Super-G in Italien den ersten Podestplatz seiner Karriere eingefahren. Es war gleichzeitig das beste Ergebnis eines Deutschen in dieser Diziplin seit 1991.

Stephan Keppler hat beim Super-G in Italien den ersten Podestplatz seiner Karriere eingefahren. Der Skirennfahrer aus Ebingen musste sich am Freitag als Zweiter nur dem Österreicher Michael Walchhofer geschlagen geben. Nach 50 Startern lag der Kanadier Erik Guay auf dem dritten Platz.

Keppler schaffte mit dem Coup knapp zwei Monate vor der Heim-WM in Garmisch-Partenkirchen erst das dritte Top-10-Ergebnis seiner Weltcup-Karriere und beendete eine lange Durststrecke in dieser Disziplin. Den letzten deutschen Podestplatz im Super-G hatte Markus Wasmeier mit seinem Sieg im Jahr 1991 eingefahren. "Damit hätte ich nie gerechnet. Mein bestes Ergebnis ist schon vier Jahre her", sagte der 27 Jahre alte Keppler, der im Dezember 2006 in Gröden als Achter seine Super-G-Bestleistung erreicht hatte.

Keppler führt lange


Lange stand der mit Startnummer 7 ins Rennen gegangene Keppler an der Spitze des Klassements. Fahrer um Fahrer verpassten seine Bestzeit, ehe Walchhofer die Marke dann doch noch unterbot. "Das ist schon ein bisschen unheimlich, wenn man in der Leadersbox steht und wartet und wartet. Ich bin einfach nur gefahren wie immer - und auf einmal ging's", sagte Keppler, der vom Sieger einen anerkennenden Schulterklapps bekam.

"Die letzten Jahre habe ich nur gekämpft, auch mit Verletzungen. Dieses Jahr läuft es endlich wieder besser", meinte der Olympia- Teilnehmer weiter. "Im Training hat man öfter mal gesehen, dass ich mithalten kann. Im Rennen hat es aber noch nicht geklappt."

Lobende Worte vom Alpin-Direktor


Lobende Worte gab es von Alpin-Direktor Wolfgang Maier. "Ich kann ihm nur gratulieren zu dieser Fahrt. Das ist für alle überraschend gekommen", sagte Maier. "Ich freue mich sehr fürs Abfahrtsteam und seine Trainer, sie haben sicher keine leichte Zeit hinter sich, immer im Schatten der Damen zu stehen und immer mit Kritik zu leben." Die Damen hatten am Freitag kein Rennen, da der Super-G in Val d'Isère wegen zuviel Neuschnees ausfiel.

Gröden bleibt damit ein guter Ort für den Deutschen Skiverband. Denn im Jahr 2004 hatte Max Rauffer für den letzten Sieg eines deutschen Abfahrers gesorgt.

DPA / DPA

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