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Tennis: "Tommynator" stürmt ins Finale

Tommy Haas sorgt Down Under weiter für Furore: Durch seinen Finaleinzug beim Einladungsturniers von Kooyong hat sich der deutsche Davis-Cup-Star endgültig zum Geheimfavoriten für die Australian Open gemausert.

Mit dem 6:4, 6:4 über den Argentinier Guillermo Coria feierte Haas am Donnerstag seinen zweiten Erfolg, nachdem er zum Auftakt Vorjahressieger Roger Federer aus der Schweiz überrascht hatte. "Das ist das perfekte Training für die Australian Open", sagte Haas zufrieden, bewertete den Erfolg aber nicht zu hoch: "Vor vier Jahren habe ich hier kein Match gewonnen, aber bei den Open mit dem Halbfinale trotzdem gut abgeschnitten."

"Jedes Mal wenn du da draußen an deinem Spiel hart arbeitest und dann den Platz als Sieger verlässt, fühlst du dich einfach gut", so Haas weiter. Der gebürtige Hamburger war überraschenderweise auch in den langen Grundlinien-Duellen mit dem argentinischen Sandplatzwühler Guillermo Coria der Überlegene, wirkte austrainiert und fit.

Aus für Florian Mayer in Auckland

Zwei Tage vor dem ersten Tennis-Großereignis dieses Jahres ist sogar ein rein deutsches Endspiel möglich. Nicolas Kiefer und Vorjahresfinalist Andy Roddick aus den USA ermitteln am Freitag den Gegner von Haas, dem ab Montag einige Kilometer weiter jedoch ein schwerer Gegner droht. Kiefer ist an Nummer 21 als einziger Deutscher bei der Open-Auslosung am Freitag gesetzt. Anna-Lena Grönefeld, die deutsche Nummer eins bei den Damen, wurde an Position 22 eingestuft. An der Spitze stehen jeweils die Weltranglisten-Ersten Federer und Lindsay Davenport aus den USA.

Weniger gut lief es für Florian Mayer, der Bayreuther schied beim ATP-Turnier in Auckland aus. Mayer verlor im Viertelfinale 3:6, 4:6 gegen das Schweizer Talent Stanislas Wawrinka. Weiterhin nicht in Topform ist Australiens größte Hoffnung Lleyton Hewitt. Eine Woche nach seiner Niederlage gegen Philipp Kohlschreiber musste der Lokalmatador auch in Sydney vorzeitig die Segel streichen. Hewitt unterlag im Viertelfinale dem Italiener Andreas Seppi trotz zweier Matchbälle 6:4, 5:7, 5:7. Der viermalige Sieger kassierte damit seine erste Niederlage in Sydney nach 22 Erfolgen in Serie. Ins Damen-Endspiel zogen die Belgierin Justine Henin-Hardenne und die Italienerin Francesca Schiavone ein.

dpa/kbe

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