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Tennis Australian Open - Sharapova trifft auf Kvitova


Maria Sharapova hat noch eine offene Rechnung zu begleichen, nachdem Sie das Wimbledon Finale 2011 gegen Petra Kvitova in zwei Sätzen verloren hatte und der Tschechin ihren ersten Grand Slam Titel ermöglichte. Im Halbfinale der Australian Open gibt es nun die Revanche, dabei geht es auch um die Nummer eins.

Die ehemalige Weltranglisten-Erste Maria Sharapova und Petra Kvitova stehen bei den Australian Open im Halbfinale. Sharapova gewann in Melbourne gegen ihre russische Kollegin Ekaterina Makarova mit 6:2, 6:3 und steht Down Under beim ersten Grand Slam-Turnier der Tennis-Saison zum fünften Mal im Halbfinale.

"Es war ein langer Weg, um zurück auf dieses Level zu kommen“, erklärte Sharapova dem Guardian. Die Russin hatte lange Zeit mit einer Schulterverletzung zu kämpfen. Insgesamt musste sie zehn Monate pausieren und sich einer Operation unterziehen.

Kvitova setzte sich zuvor gegen die ungesetzte Italienerin Sara Errani mit 6:4, 6:4 durch. Damit kommt es an diesem Donnerstag zu einer Neuauflage des Wimbledon-Finales von 2011. Damals hatte Kvitova gesiegt und ihren ersten Grand-Slam-Titel gefeiert. Im zweiten Halbfinale der Damen-Konkurrenz treffen Titelverteidigerin Kim Clijsters und die Weißrussin Victoria Azarenka aufeinander.

Kampfansage an Kvitova 

"In Wimbledon hat Petra unglaublich gut gespielt. Es wird auch dieses Mal ein schweres Match", sagte Sharapova, die im Viertelfinale in der Berlinerin Sabine Lisicki die letzte deutsche Spielerin in drei Sätzen ausgeschaltet hatte. Gegen Makarova hatte sie in der Rod Laver Arena dieses Mal deutlich weniger Mühe. Makarova konnte zu keiner Zeit an ihre starke Leistung aus dem Viertelfinale anknüpfen, als sie die Amerikanerin Serena Williams klar in zwei Sätzen besiegt hatte.

Nach gerade einmal 1:27 Stunden riss Sharapova jubelnd die Arme in die Höhe. Ihr Traum vom zweiten Australian-Open-Titel nach 2008 lebt weiter. "Petra ist diejenige, die es im Moment zu schlagen gilt. Sie spielt das beste Tennis ihrer Karriere. Aber ich fühle mich gut", meinte Sharapova.

Kvitova mit Problemen

Kvitova hatte mit der Italienerin Errani deutlich mehr Schwierigkeiten als erwartet. Die 21-Jährige, die wie Sharapova in Melbourne nach dem Aus von Caroline Wozniacki auch um Platz eins in der Weltrangliste spielt, leistete sich insgesamt 44 leichte Fehler. Dennoch geriet sie nicht ernsthaft in Gefahr. "Ich wusste, dass es nicht einfach wird. Aber ich habe schon jetzt das zweitbeste Grand-Slam-Ergebnis meiner Karriere erreicht. Deshalb bin ich zufrieden", sagte die Tschechin.

Doch in diesem Halbfinale geht es nicht nurum Revanche und Prestige. Denn da Caroline Wozniacki ihr Viertelfinale gegen Clijsters verlor, wird es nach den Australian Open eine neue Nummer eins der Welt geben. Im Rennen sind natürlich Sharapova und Kvitova. Dabei müsste die Russin schon den Titel holen – es wäre der erste Major Titel, seit dem Sieg in Australien im Jahr 2008.

Für Kvitova reicht es schon, Azarenka nicht an ihr vorbeiziehen zu lassen. Auf die Leistungen der anderen Spielerinnen will die Tschechin allerdings nicht schauen und will sich auf ihr eLeistung konzentrieren. Denn schon ihr Viertelfinale war kein Selbstläufer. „Ich war schon ein wenig nervös“, erklärte sie dem Guardian. "Jeder hat gesagt, es würde ein einfaches Match und das hat sich ein wenig in meinen Kopf gesetzt.“

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