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Tennis: Federer triumphiert zum ersten Mal beim Masters in Paris

Roger Federer hat ohne Satzverlust das Turnier in Paris gewonnen und seinen zehnten Sieg in Serie gefeiert. Im Finale ließ er dem Lokalmatador Jo-Wilfried Tsonga beim 6:1, 7:6 (7:3)-Erfolg keine Chance.

Zum ersten Mal konnte der Schweizer Roger Federer das World Tour Masters in Paris gewinnen - und das gleich bei seiner ersten Finalteilnahme. Ohne Satzverlust gewann er den Wettbewerb durch einen 6:1, 7:6 (7:3)-Sieg gegen Jo-Wilfried Tsonga aus Frankreich und zeigte sich durch den zehnten Sieg in Folge nach seiner sechswöchigen Pause in blendender Verfassung für das Tour-Finale in London. 

Nach seinem Sieg in Basel war es der zweite Turniererfolg in Serie für Federer. In Basel hatte er nun einen Satz abgegeben, in Paris keinen. Rechnet man die beiden Daviscup-Partien hinzu, ist Federer nun seit insgesamt zwölf Spielen ungeschlagen.

Einseitiger erster Satz 

Im ersten Satz des Finales von Paris holte sich Federer ein frühes Break und ging schnell mit 3:0 in Führung. Schlüssel für den Gewinn des ersten Satzes war dann Tsongas zweites Aufschlagspiel. Der Franzose konnte beim 15:40 zunächst zwei Breakbälle abwehren, vergab dann aber zweimal die Chance zum ersten Spielgewinn. Bei Vorteil Federer leistete sich Tsonga seinen ersten Doppelfehler und es Stand 4:0 für den Schweizer.

Tsonga konnte sein nächstes Aufschlagsspiel zwar zu null gewinnen, aber die Konstanz im Service kam zu spät, Federer gewann den ersten Satz ohne Mühe nach einer halben Stunde mit 6:1. Der Franzose fand kein Mittel gegen Federers Aufschlag, der schon im Halbfinale gegen Tomas Berdych kein Break zuließ.

Im zweiten Satz zeigte sich Tsonga dann stark verbessert - vor allem bei eigenem Service. Und auch bei Federers Aufschlag gelangen dem Franzosen nun mehr Punkte. Eine erste Breakchance in Durchgang zwei, beim Stand von 2:1, ließ der Franzose jedoch ungenutzt.

Hawk-Eye bestätigt: Ball im Aus

Beim Stand von 4:3 jubelte das Publikum dann schon, Break Tsonga zum 5:3 bei seiner insgesamt vierten Breakchance, aber der Linienrichter gab den Ball aus. Und das Hawk-Eye bestätigte ihn. Federer brachte seinen Service durch und hatte nun seinerseits Breakchance bei Aufschlag Tsonga - doch auch er konnte diese nicht nutzen.

Nach weiteren einfachen Aufschlaggewinnen musste dann der Tie-Break entscheiden. Federer gelang sofort ein Mini-Break und machte drei weitere Punkte in Folge, 4:0 für den Schweizer. Den Vorsprung konnte Tsonga nicht mehr aufholen. Er wehrte zwar noch zwei Matchbälle beim Stand von 6:1 mit eigenem Aufschlag ab, den dritten verwandelte Federer dann zum Sieg nach 1:25 Stunden. 

Federer ist nach seinem vierten Sieg gegen Tsonga im sechsten Vergleich dieses Jahres nur noch einen Titel entfernt, um in der Gewinnerliste der ATP World Tour Masters 1000-Serie zu Rafael Nadal aufzuschliessen. Der Titel in Paris war im 30. Finale Federeres 18. Erfolg, nur der Spanier hat mit 19 Siegen mehr Titel in dieser Serie aufzuweisen. Tsonga verlor hingegen sein zweites Finale, nachdem er sein erstes 2008 in Paris gewinnen konnte. 

Bopanna/Qureshi mit erstem Masters 1000-Sieg

Die Doppelkonkurrenz in Paris konnte das indisch-pakistanische Duo Rohan Bopanna und Aisam-ul-Haq Qureshi für sich entscheiden und so ihren ersten Titel bei einem Turnier der ATP World Tour Masters 1000-Serie feiern. Im Finale ließen sie den französischen Lokalmatadoren Julien Benneteau und Nicolas Mahut, die nur mit einer Wild Card ins Feld gekommen waren, keine Chance und gewannen mit 6:2 und 6:4.

Bopanna und Qureshi konnten ihre gute Form der Woche in Paris, in der sie die an Nummer zwei und drei gesetzten Doppel ausschalten konnten, vor allem im ersten Satz unter Beweis stellen, den sie nach nur 29 Minuten für sich entschieden. Der zweite Satz war ausgeglichener, aber das Break zum 5:4 reichte, um auch den zweiten Satz und damit das Match zu gewinnen. Die beiden können nun also voller Zuversicht in das Tour-Finale nächste Woche in London gehen, durch den Sieg verbesserten sich Bopanna/Qureshi auf Platz fünf der Doppelrangliste.

sportal.de / sportal

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