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Tennis: Nadal souverän ins Halbfinale - Jetzt gegen Ferrer

Ein bisschen mehr als in den Runden zuvor war Rafael Nadal von Nicolas Almagro im Viertelfinale der French Open gefordert worden. Doch dank gnadenloser Grundschläge ließ sich Nadal davon auf dem Weg ins Halbfinale nicht stoppen. Nächster Gegner: David Ferrer, der den indisponierten Andy Murray schlug.

Wirkliche Probleme hatte Nicolas Almagro seinem favorisierten Landsmann nur im engen ersten Satz bereiten können. Dann gewann Rafael Nadal den Tiebreak und ließ sich dank gnadenloser und dominanter Grundschlägen danach nicht mehr von seinem Weg ins Halbfinale der French Open abbringen. Dort trifft er auf Landsmann David Ferrer.

Mit zwei Stunden und 46 Minuten hatte es zwar etwas länger als in den Runden zuvor gedauert, ehe Rafael Nadal per Ass seinen Matchball zum 7:6, 6:2, 6:3 über Landsmann Nicolas Almagro hatte verwandeln können, doch dem letztlich souveränen Vorstoß des Weltranglistenzweiten ins Halbfinale der French Open tat das keinen Abbruch.

"Es war ein schwieriges Match, gegen einen der besten Spieler der Welt, vor allem auf diesem Belag", erklärte Nadal hinterher auf der Pressekonferenz. Es war sicherlich der schwerste Test, den Nadal auf dem Weg zum angepeilten siebten Sieg in Roland Garros bestehen musste, der ihn zum alleinigen Rekordchampion machen würde. Doch auch diesen bestand er letztlich ohne große Mühe und schraubte seine imposante Match-Bilanz bei den French Open auf sage und schreibe 50:1.

Im ersten Satz hatte Almagro allerdings noch gut mithalten können, Nadal auch im Tiebreak trotz dessen zwischenzeitlicher 4:0-Führung noch in Bedrängnis bringen können. Doch nach 62 Minuten setzte sich Nadal dann doch durch und verwandelte den Satzball. Im zweiten Durchgang holte sich der Weltranglistenzweite dann auch das erste Break und ging mit 3:1 in Führung. Ein Vorsprung, den sich Nadal nicht mehr nehmen ließ. Mit einem kraftvollem Überkopfball wehrte er die Breakmöglichkeit Almagros ab, hielt sein Service und verwertete später seinen ersten Satzball.

Im dritten Satz wurde es dann zunächst etwas enger. Almagro fightete noch einmal zurück. "Ich hatte im dritten Satz aber auch etwas Glück", bekannte Nadal. "Er hatte bei meinem Aufschlag ein paar Chancen zum Rebreak." Doch gegen die punktgenauen und kraftvollen Grundschläge Nadals fand Almagro nicht das Mittel, um trotz aller Chancen auch zum Erfolg zu kommen. Nadal gelang dagegen das wichtige Break zum 5:3, servierte zum Matchgewinn und zog mit einem Ass ins Halbfinale ein.

Ferrer setzt sich gegen Murray durch

Dort trifft er auf Landsmann David Ferrer, der sich mit 6:4, 6:7, 6:3, 6:2 gegen Andy Murray durchsetzen konnte und zum ersten Mal im Halbfinale der French Open steht. Der Schotte war in seinem Viertelfinalauftritt allerdings weit unter seinen Möglichkeiten geblieben. "Er ist so konstant und solide. Wenn du deine eigenen Chancen nicht nutzt, dann werden das ganz lange Spiele", analysierte Murray hinterher. "Dann übt er unheimlich Druck auf deinen Aufschlag aus."

Und damit kam Murray, der trotz des zwischenzeitlichen Satzausgleichs erschreckend viele Fehler produzierte, überhaupt nicht zurecht. Ferrer, den sie ob seines unermüdlichen Kampfgeistes und seiner Fähigkeit auch die schwersten Bälle noch zurückzubringen "Die Mauer" nennen, bekam die Oberhand, profitierte dabei auch ein bisschen von einer Regenunterbrechung, die Murray auch etwas von seinem Schwung nahm. Der Brite war trotz der am Ende deutlichen Niederlage allerdings zufrieden mit dem Erreichen des Viertelfinals. "Ich habe gegen den besseren Sandplatzspieler verloren", erklärte er. "Insgesamt war es ein gutes Turnier für mich."

sportal.de / sportal

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