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Tennis: Rom - Murray raus und außer sich

Andy Murray schimpfte wie ein Rohspatz, Novak Djokovic zerschlug einen Schläger – während dem Schotten trotz seiner Meckereien gegen Richard Gasquet im Achtelfinale von Rom den Kürzeren zog, brachte sich Djokovic damit gegen Juan Monaco zurück in die Spur.

Nach seinem Sieg über David Nalbandian hatte Andy Murray noch Besserung gelobt, wollte in Zukunft nicht mehr soviel auf dem Platz schimpfen. Doch den guten Vorsätzen folgten im Achtelfinale des ATP Turniers von Rom gegen Richard Gasquet keine Taten. Denn bei der Dreisatzniederlage hatte Murray viel zu meckern und schimpfte wie ein Rohrspatz.

Murray hatte er zwar nicht unbedingt schlecht gespielt, verwertete aber nur lächerliche zwei seiner insgesamt 17 Breakchancen und hatte damit gegen einen hervorragend agierenden Richard Gasquet am Ende natürlich keine Chance. Nach knapp drei Stunden Spielzeit unterlag der Schotte – phasenweise auch etwas gehandicapt durch seine Rückenverletzung, die ihn schon seit Dezember immer wieder plagt - 7:6, 3:6, 2:6. Grund genug, mehrfach ein lautes "Fuck" abzusondern.

Dabei war alles so gut losgegangen. Die ersten drei Punkte der Partie hatte Murray mit tollen Returns für sich entscheiden können. Doch dann ließ er die ersten drei Breakchancen liegen. So ging es in den nächsten Spielen weiter, erst seinen elften Breakball konnte der Schotte zur 4:3-Führung verwerten, baute dann sogar auf 5:3 aus, ehe Gasquet wieder herankam und den Tiebreak erzwang. Den gewann Murray dann allerdings souverän.

Gasquet steckte den Verlust des ersten Satzes allerdings gut weg, holte sich gleich die ersten beiden Spiele, ließ sich diesen Vorsprung dann auch nicht mehr nehmen und glich nach Sätzen aus. Der Entscheidungssatz blieb dann bis zum sechsten Spiel spannend. Beide Spieler hielten ihr Service, bis Murray bei Breakball gegen sich ans Netz stürmte, Gasquets Return aber nur ins Netz tropfen ließ und dem Franzosen die 4:2-Führung ermöglichte.

Der Franzose ließ sich die Gelegenheit natürlich nicht entgehen, baute mit eigenem Aufschlag auf 5:2 aus, ehe er mit seinem ersten Matchball Murray dank dessen Vorhandfehler erneut breaken konnte und damit seinen Viertelfinaleinzug unter Dach und Fach bringen konnte.

Djokovic übersteht Satzrückstand gegen Monaco

Grund zu schimpfen und sogar einen Schläger zu zertrümmern hatte auch Novak Djokovic. Doch anders als Murray überstand der Serbe seinen Achtelfinalauftritt auf der Asche im Foro Italico gegen Juan Monaco am Ende siegreich. Nach 140 Minuten hatte er sich mit 4:6, 6:2, 6:3 durchgesetzt und darf weiter von der Titelverteidigung träumen.

"Mentale Stärke ist das, was man in solchen Fällen braucht", erklärte Djokovic laut atptennis.com. "Vor allem, wenn man gegen einen Spieler spielt, der in dieser Saison bereits zwei Turniere auf diesem Bodenbelag gewonnen hat und entsprechendes Selbstvertrauen besitzt. Wenn man einen Satzrückstand verkraften muss, dann gehen einem viele Dinge durch den Kopf, aber man versucht positiv zu denken und sich zu fokussieren. Ich habe genug Erfahrung zu wissen, was ich tun muss und das ist mir heute auch gelungen."

sportal.de / sportal

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