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Tennis: World Tour Finals - Federer schlägt Nadal

Im Eiltempo hat sich Roger Federer das Halbfinal-Ticket bei den World Tour Finals gesichert und Rafael Nadal eine böse Niederlage zugefügt. Gerade im zweiten Satz hatte der Spanier seinem ewigen Gegner nichts entgegenzusetzen und unterlag in 61 Minuten mit 3:6 und 0:6. Nun kommt es zum Endspiel gegen Jo-Wilfried Tsonga.

Im ewigen Duell zwischen Roger Federer und Rafael Nadal hat der Schweizer einen ungefährdeten Sieg eingefahren und sich bei den World Tour Finals in London das Ticket fürs Halbfinale gesichert. In 61 Minuten überrollte Federer den Spanier förmlich, und während er den ersten Satz noch mit 6:3 gewann, setzte es für Nadal im zweiten Satz die Höchststrafe – 0:6.

Bis zum 2:2 hatten beide Spieler kaum Probleme, ihr Service durchzubringen. Im 26. Duell hatte Nadal zwar bei 17 Siegen die deutlich bessere Bilanz vorzuweisen, doch bei den World Tour Finals war er bisher noch ohne Titel – im Gegensatz zu Federer, der als Titelverteidiger bereits auf fünf Erfolge zurückblicken konnte.

Und auf Hartplätzen sah die Bilanz im Vorfeld schon anders aus, dort stand es ausgeglichen 4:4. Nachdem Federer sich die Führung zum 3:2 geholt hatte, setzte er den Mallorquiner im sechsten Spiel des ersten Satzes gleich unter Druck. Nach einer schönen Vorhand die Linie entlang stand es auf einmal 0:30 aus Sicht von Nadal und nach einem Fehler mit der Rückhand kassierte er das erste Break.

Nadal baut ab

In der Folgezeit baute Nadal weiter ab und ließ die Länge in seinen Schlägen vermissen, während Federer sehr variabel agierte und nach 32 Minuten seinen ersten Satzball zum 6:3 nutzte. Im zweiten Durchgang kam Nadal dann richtig unter die Räder. Im ganzen Match gelangen dem Spanier nur vier direkte Punkte, während Federer derer 28 verbuchte.

Gerade einmal 61 Minute waren gespielt, als der Schweizer Matchball hatte und seinem ewigen Gegner eine bitterböse Lektion erteilte. Durch das 6:3 und 6:0 hat Federer sich das Ticket für das Halbfinale gesichert, während Nadal sich schon beim Sieg gegen Mardy Fish schwer getan hatte, müde wirkte und nach seiner ersten Niederlage nun zwingend gegen Jo-Wilfried Tsonga gewinnen muss.

Tsonga wahrt Chance

Tsonga hat seine Chancen auf den Halbfinal-Einzug derweil gewahrt. Mit dem 7:6 (7:4), 6:1 über den Amerikaner Mardy Fish feierte Tsonga seinen ersten Vorrundensieg bei der inoffiziellen WM und benötigte dafür 90 Minuten.

Seine Auftaktpartie hatte der Weltranglisten-Sechste gegen den Schweizer Roger Federer verloren, konnte seine Saisonbilanz nun aber auf 53:23 ausbauen. Für WM-Neuling Fish war es bereits die zweite Pleite nach der knappen Niederlage gegen den Spanier Rafael Nadal.

Breaks am laufenden Band

Das Match begann mit einem Breakfestival, als keiner der beiden Spieler eins der ersten drei Aufschlagspiele durchbringen konnte. Tsonga ging dann mit 3:1 in Führung, musste sein Service beim Stand von 5:4 allerdings erneut abgeben und so ging es in den Tiebreak. Erneut war es der Franzose, der sich den Vorteil beim Stand von 3:1 sichern konnte.

Eine Netzattacke von Fish konterte Tsonga mit einem schönen Passierball die Linie entlang und nach 53 Minuten machte er den entscheidenden Punkt zur 1:0-Führung. Mit 21 Winners und sechs Assen hatte Tsonga auch die Statistik auf seiner Seite, bewies im Laufe des Jahres auch seine Nervenstärke und gewann 25 von 43 Tiebreaks.

Auch der zweite Durchgang begann mit einem Break, als Fish sich das erste Spiel sicherte. Danach hatte Tsonga dann aber auch das Glück auf seiner Seite und gewann sechs Spiele in Folge. Mit dem dritten Matchball beendete er dann den zweiten Durchgang.

Murray gibt auf

In der Gruppe 1 hat Andy Murray wegen seiner Leistenverletzung seine weitere Teilnahme abgesagt. Für den Weltranglisten-Dritten wird der Serbe Janko Tipsarevic nachrücken. Tipsarevic trifft am Mittwoch auf den Tschechen Tomas Berdych und am Freitag auf seinen Landsmann Novak Djokovic. Murray hatte zum Auftakt am Montag 4:6, 5:7 gegen den Spanier David Ferrer verloren und anschließend über Leistenprobleme geklagt, die ihn bereits seit einer Woche behinderten.

sportal.de / sportal
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