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"Haben eine Legende verloren" Basejumper Uli Emanuele stürzt in den Tod

Basejumper Uli Emanuele: Tod in der Schweiz
Basejumper Uli Emanuele sprang in der Schweiz in den Tod. Er wurde nur 30 Jahre alt.
© Picture-Alliance
Der Basejumper Uli Emanuele machte vor einem Jahr mit einem waghalsigen Sprung durch einen Felsspalt Schlagzeilen. Nun wagte er den freien Fall erneut - und überlebte nicht.

Ein Foto zeigt Uli Emanuele bei Facebook. Der Basejumper trägt Helm und Kameras. Es ist das letzte Lebenszeichen des Südtirolers. Im Schweizer "Mekka der Basejumper" sind innerhalb eines Tages zwei Extremsportler beim Absprung von Felswänden ums Leben gekommen. Übereinstimmenden Medienberichten zufolge soll es sich bei einem der Verunglückten um den 30-Jährigen handeln. Die Polizei bestätigte die Identität Emanueles, wie die Nachrichtenseite "stol.it" berichtete.

Auch die Nachrichtenagentur Ansa berichtete von seinem Tod. In Lauterbrunnen hatte der 30-jährige Südtiroler vor gut einem Jahr einen waghalsigen Flug durch ein enges Felsloch unternommen, der ihn weltberühmt machte.

Go Pro, einer der Sponsoren von Emanuele, postete auf Twitter ein Foto des Mannes und schrieb: "Wir haben einen großartigen Freund und eine Legende verloren. Uli Emanuele, du wirst immer Teil unserer Familie sein."

Uli Emanuele meldet sich ein letztes Mal auf Facebook

Auf seinem Facebook-Account hatte er am Mittwochmorgen einen neuen Sprung angekündigt. "Sonnenaufgang in den Dolomiten", schrieb er um 7.39 Uhr. Ein Foto zeigt ihn mit Helm, Kameras und Wingsuit. Danach folgte kein neuer Eintrag. Freunde und Fans verabschiedeten sich auf der Facebook-Seite von ihm und drückten Angehörigen und Freunden ihr Beileid aus. Emanuele soll dabei gewesen sein, ein neues Video zu drehen. 

Vor gut einem Jahr machte ihn sein Video von seinem waghalsigen Flug mit einem Wingsuit durch eine wenige Meter große Öffnung in einem Felsen in Lauterbrunnen berühmt. Damals hieß es, er habe sich drei Jahre lang auf diesen Flug vorbereitet. 

Basejumper gerieten in instabile Fluglagen

Auch ein wahrscheinlich aus Großbritannien stammender 49-Jähriger stürzte am Mittwoch im Lauterbrunnental in den Tod, wie die Polizei weiter mitteilte. Die Männer seien von verschiedenen Felsen abgesprungen und aus noch ungeklärter Ursache - unabhängig voneinander - in instabile Fluglagen geraten. Beide seien an Felswände geprallt und dann in die Tiefe gestürzt. Die Gegend um Lauterbrunnen zieht aufgrund ihrer besonders hohen und steilen Felswände Basejumper aus zahlreichen Ländern an. 

Weltweit sind seit Anfang der 80er Jahre, als der Extremsport aufkam, mehr als 260 Basejumper umgekommen, davon mehr als 40 im Lauterbrunnental. Basejumping - auch als Base oder Objektspringen bezeichnet - ist das Fallschirmspringen von festen Objekten. In Lauterbrunnen ist vor allem das Abspringen mit Wingsuits (Flügelanzügen) populär. Sie ermöglichen einen teils mehr als 60 Sekunden langen vogelähnlichen Freiflug, ehe der Fallschirm geöffnet wird.

kis DPA

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