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Vierschanzentournee: Sieben Deutsche für Auftaktspringen qualifiziert

Die deutschen Skispringer gehen beim Auftaktspringen der Vierschanzentournee in kompletter Mannschaftsstärke an den Start. In der Qualifikation schafften in Oberstdorf alle sieben Athleten den Sprung in den ersten Wettkampf der Traditionsveranstaltung.

Die deutschen Skispringer um Shootingstar Pascal Bodmer und Vize-Weltmeister Martin Schmitt haben zum Auftakt der Vierschanzentournee noch einige Wackler gezeigt, sich aber komplett für den ersten Wettkampf an diesem Dienstag qualifiziert. Bodmer kam bei für ihn schwierigen Bedingungen auf 122,5 Meter, Schmitt stand 126,5 Meter und zeigte damit ansteigende Form. "Ich habe mich heute mit jedem Sprung gesteigert. Wir werden jetzt noch einmal alles analysieren und sehen, wo wir noch ein paar Meter rausholen können", sagte Schmitt. Bundestrainer Werner Schuster war nicht unzufrieden. "Es ist schön, dass alle im ersten Springen dabei sind. Wir müssen morgen aber besser springen, aber das werden wir auch", sagte der Österreicher.

Bodmer hatte wie alle Top-Springer am Ende mit schwierigen Windbedingungen zu kämpfen, weshalb die Jury den Anlauf für die bereits qualifizierten Top Ten der Weltcup-Gesamtwertung verkürzte. Dennoch kam der Senkrechtstarter der Saison noch auf eine ordentliche Weite und zeigte sich für den ersten Showdown an diesem Dienstag zuversichtlich. "Ich gehe da ganz gelassen ran. Die Anspannung war heute nicht größer als sonst, aber das ist morgen vielleicht wieder ganz anders", meinte der 18-Jährige.

Mit den Fans im Rücken zum Erfolg

Schmitt konnte mit seinen 126,5 Metern sehr zufrieden sein, nachdem es für den Routinier im deutschen Team im Training noch überhaupt nicht geklappt hatte. "Da bin ich schon ein bisschen unsicher geworden. Das war eine Mischung aus Ärger, Zorn und Zweifel", gestand der 31-Jährige. "Ich habe mich dann aber an meine tolle Leistung im vergangenen Jahr hier erinnert und mit den Fans im Rücken hat es dann doch ganz gut geklappt", meinte Schmitt, der es am Dienstag mit dem Österreicher Martin Koch zu tun bekommt.

Den weitesten Sprung aus deutscher Sicht schaffte Andreas Wank mit 127,5 Metern. Auch Michael Neumayer überzeugte mit 127 Metern. "Es gibt noch Reserven. Der Sprung war ein Mittelding. Ich bin zufrieden, es könnte aber noch besser gehen", sagte Neumayer. Der Berchtesgadener scheint rechtzeitig zur Tournee wieder in Form gekommen zu sein. "Das ist das erste Highlight der Saison. Man freut sich auf jedes Springen. Wenn hier morgen 20.000 Leute an der Schanze stehen und einem zujubeln, ist das ein ganz besonderes Gefühl", sagte Neumayer.

Auch im österreichischen Lager herrscht Zuversicht

Die Qualifikation schafften zudem Michael Uhrmann (117,5 Meter), Stephan Hocke (116,5 Meter) und Richard Freitag (118,6 Meter). "Das ist schon ein anderes Gefühl, mit den ganzen Stars hier zu starten. Da kann man sich viel abschauen", sagte Freitag. Auch für das Auftaktspringen der Tournee hat sich 18-Jährige einiges vorgenommen. "Ich will in den zweiten Durchgang."

Das erste Duell der beiden Topfavoriten Gregor Schlierenzauer (Österreich) und Simon Ammann fiel am Montag noch aus. Der bereits qualifizierte Schweizer verzichtete auf die Qualifikation. Im österreichischen Lager herrscht derweil große Zuversicht. "Das ganze Team ist relaxt. Wir wissen was wir können", sagte Cheftrainer Alexander Pointner.

Eric Dobias/DPA / DPA

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