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Vitali Klitschkos Triumph: "Wir haben den kommenden Champ gesehen"

Die internationale Presse feiert Vitali Klitschko nach seinem Triumph über Kirk Johnson überschwenglich. Die Boxwelt wartet auf die große WM-Revanche gegen Weltmeister Lennox.

Seine Frau Natalie verabschiedete er nach Los Angeles, seinen Bruder Wladimir nach Hamburg. Ursprünglich wollte Vitali Klitschko auch gleich nach Deutschland zurückfliegen, um in der letzten Phase von Wladimirs Vorbereitung auf den Kampf am 20. Dezember in Kiel gegen den Amerikaner Danell Nicholson von Anbeginn mit dabei zu sein. Doch der überzeugende Sieg gegen Kirk Johnson brachte die Planungen durcheinander. "Der 'kommende Champion', wie ihn die amerikanische Presse feiert, blieb noch einen Tag länger im "Big Apple".

Tritt Lewis gegen Vitali Klitschko an?

Das Medienecho war überwältigend. Bis weit in den Morgen hatte er nach seinem technischen K.o.-Sieg in der 2. Runde im WM- Ausscheidungskampf gegen seinen dickbäuchigen Gegner aus Kanada zu tun, um im Madison Square Garden allen Interview-Wünschen gerecht zu werden. Immer wieder wurde die selbe Frage gestellt: Wann kommt es zur WM-Revanche gegen Lennox Lewis, den Weltmeister des World Boxing Councils (WBC)? Dass es dazu kommen wird, glaubt jeder.

Jubelarien

Lewis Trainer Stewart fordert den Engländer zum Kampf auf. "Ich habe Lennox zu einem Rematch geraten, denn er ist diesen Kampf der Öffentlichkeit schuldig. Ich glaube, Lennox wird kämpfen", sagte er sport1.de. Auch die "New York Times" schreibt, Lewis müsse sich jetzt bewegen. Er sei jetzt herausgefordert und solle den gemütlichen Strand von Jamaica verlassen. Noch deutlicher die Konkurrenz der "New York Post": "Vitali fordert, nachdem er Johnson verprügelt hat, den Champ heraus." Wie ein solches Match ausgehen würde, ist für die "New York Daily News" bereits klar: "Wir haben in Klitschko den kommenden Schwergewichts- Champion gesehen. Er verdient unsere Aufmerksamkeit". Auch in Großbritannien befürchten die Medien Schlimmes für ihren Landsmann. "Lennox Lewis könnte einen Rücktritt als weise Entscheidung betrachten, nachdem er zuschauen musste, wie sein Rivale Vitali Klitschko in New York Kirk Johnson demolierte", heißt es im "Daily Mirror". Die angesehene Tageszeitung "The Guardian" stellt fest: "Klitschko sieht wie ein Champion aus."

Balsam für die Seele

Auch für den so unerschütterlich wirkenden Vitali sind solche Formulierungen Balsam für die Seele. "Nicht nur die amerikanischen Fans haben nach dem Fight gegen Chris Byrd gesagt, dass ich ein Weichei sei, kein Herz für einen Boxer habe. Nach dem Lewis-Kampf hat sich das jedoch total verkehrt. Viele Leute sind zu mir gekommen, haben sich entschuldigt, ihre Worte zurückgenommen und glauben seitdem an mich. Mit dem Sieg gegen Johnson habe ich sicher noch mehr Vertrauen gewonnen", sagte der 2,02 Meter große Hüne.

Sollte Lewis nicht zum zweiten Mal gegen ihn antreten wollen und seine Karriere beenden, würde Vitali gegen den WBC-Weltranglisten-Zweiten Corrie Sanders (Südafrika) um den dann vakanten WM-Gürtel boxen.

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