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Wintersport Ligety siegt in Sölden - Neureuther zu langsam


Ted Ligety hat da weitergemacht, wo er Ende der vergangenen Saison aufgehört hat. Der amtierende Weltmeister gewann auch das Eröffnungsrennen in Sölden, während Felix Neureuther nur einen Durchgang am Rettenbachferner überstand

Ted Ligety hat sich den Auftaktsieg beim Riesenslalom auf dem Rettenbachferner nicht nehmen lassen. Felix Neureuther erlebte dagegen erneut in Sölden eine Enttäuschung.

Auf den eisigen Pistenverhältnissen kam Weltmeister Ligety  bestens zurecht und machte nach dem Erfolg von Lindsey Vonn das amerikanische Double perfekt. "Ich war hier schon so oft auf dem Podium und wollte den Sieg", sagte der Amerikaner, der sich vor dem Franzosen Alexis Pinturault und Philipp Schörghofer aus Österreich durchsetzte.

Neureuther verpasst zweiten Lauf

Enttäuscht war dagegen Neureuther, der mit fast drei Sekunden Rückstand als 32. frühzeitig ausschied. Nach einer Schulteroperation im Mai und dem Materialwechsel war dem Slalom-Spezialisten allerdings noch die Unsicherheit in seiner zweitstärksten Disziplin anzumerken.

Minutenlang zitterte der zweimalige Weltcup-Sieger auf seine Skistöcke gestützt im Ziel um einen Finalplatz - vergeblich. "Es ist schon sehr ärgerlich", meinte er im Anschluss an sein viertes knappes Scheitern zum Auftakt nach 2005 (33.), 2007 (32.) und 2008 (34.). Im Vorjahr wurde der zweite Durchgang nach einem guten ersten Lauf auf Rang 18 wegen Nebels abgesagt. "Ich habe mir ein bisschen zu wenig zugetraut und bin zu passiv in das Ganze reingegangen", erklärte Neureuther.

Dopfer erfreut das Alpin-Direktor-Herz

"Ein wenig enttäuscht" war Alpin-Direktor Wolfgang Maier daher auch von seinem Schützling und kritisierte: "Felix ist unter den Erwartungen geblieben." Zufriedener war er dagegen mit Fritz Dopfer, der ein starkes Finale und sein zweitbestes Weltcup-Resultat auf die Piste zauberte. 

Auch Dopfer war mit seiner Fahrt auf Rang 21 im ersten Durchgang gar nicht zufrieden. Mit der drittbesten Laufzeit schob sich der gebürtige Österreicher im Finale allerdings auf Platz zehn nach vorne und blieb nur 28/100 Sekunden hinter Ivica Kostelic. Der Gesamtweltcupsieger aus Kroatien wurde insgesamt Fünfter.

"Die Vorbereitung hat Früchte getragen. Nun kann ich gestärkt in die Saison gehen", sagte der 24-Jährige, der einen zwölften Platz aus der Vorsaison in Kranjska Gora vorweisen kann. "Es war eine ordentliche Vorstellung vom Fritz, das war richtig gut", lobte Maier, der sich über die ersten deutschen Herren-Punkte in Sölden seit 1998 freuen durfte.

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