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Wintersport: Neuner Dritte in Östersund

Magdalena Neuner zeigte sich mit Platz drei im Einzelrennen über 15 Kilometer zum Saisonauftakt in Östersund zufrieden, äußerte sich aber trotzdem auch selbstkritisch. Debütantin Franziska Hildebrand bejubelte dagegen einen starken sechsten Platz.

Magdalena Neuner hat die Zweifel an ihrer Solo-Saisonvorbereitung fernab der deutschen Mannschaft zerstreut. Beim Weltcup-Auftakt in Östersund belegte die Deutsche trotz schwieriger Windverhältnisse und drei Fehlschüssen über 15 Kilometer Platz drei, Zimmergenossin Franziska Hildebrand wurde Sechste.

Nachdem Neuner in den letzten beiden Jahren den Weltcup-Auftakt jeweils wegen Krankheit verpasst hatte, war die Deutsche in diesem Jahr in der Vorbereitung eigene Wege gegangen. Das Trainingslager der Mannschaft im finnischen Muonio hatte sie bewusst ausgelassen und sich lieber individuell ohne das Team präpariert. In Östersund präsentierte sie sich gesund und fit wie lange nicht zu Saisonbeginn.

"Mein Plan ist aufgegangen, trainiert habe ich auch sehr gut. Es kann losgehen“, hatte sie laut abendblatt.de vor dem Start erklärt und diese Vorfreude dann auch in der Loipe umgesetzt. Bei beständig drehenden und zeitweise heftigen Winde, die den Läuferinnen vor allem am Schießstand ihren Job erschwerten, blieb die 24-Jährige im liegenden Anschlag zweimal fehlerfrei, führte trotz eines Fehlschusses im Stehen die Konkurrenz bis zum letzten Schießen an.

Dort leistete sich allerdings zwei weitere Fahrkarten und fiel zurück. "Die Bedingungen am Schießstand waren sehr schwierig aufgrund der wechselnden Winde. Sicher hätte ich gerne einen Fehler weniger geschossen, aber ich bin zufrieden“, sagte sie. In der Loipe präsentierte sie sich zwar nicht so dominant wie gewohnt, aber doch bereits in ordentlicher Form und erreichte so am Ende einen starken dritten Platz. "Das ist ein super Einstand. Auch wenn mir läuferisch noch der letzte Punch gefehlt hat, da muss ich noch mal das Rohr durchblasen“, zeigte sie sich selbstkritisch.

Neuner musste sich lediglich der Weißrussin Darya Domracheva, die mit nur zwei Fehlschüssen den Sieg in Östersund feierte, und der Schwedin Anna Maria Nilsson, die mit lediglich einer Fahrkarte auf Platz zwei landete, geschlagen geben.

Dickes Ausrufezeichen von Hildebrand

Für ein Ausrufezeichen aus deutscher Sicht sorgte Franziska Hildebrand. Die Newcomerin begeisterte bei ihrem ersten Weltcup-Start mit nur einem Fehlschuss im letzten Schießen und einer couragierten Laufleistung und sicherte sich einen fantastischen sechsten Platz. "Ich habe versucht die Treffer zu setzen und es hat geklappt. Es war ein sehr, sehr schönes Rennen“, sagte die 24-jährige, die als zweitbeste Deutsche ins Ziel kam

Andrea Henkel (vier Fehlschüsse) auf Rang 17, Tina Bachmann (sechs Fahrkarten) als 22., Sabrina Buchholz (vier Fehler) als 23. und Miriam Gössner (sieben Fehlschüsse) außerhalb der Punkteränge komplettierten das deutsche Resultat. "Ich bin nicht ganz zufrieden, vier Fehler sind zuviel“, resümierte Andrea Henkel, die Munition vergessen hatte und Zeit verlor. "Das macht Lust auf mehr. Mit dem Auftakt sind wir sehr zufrieden“, resümierte ein insgesamt zufriedener Damen-Bundestrainer Gerald Hönig.

sportal.de / sportal

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