HOME

Wintersport: Neureuther Zweiter in Zagreb

Felix Neureuther hat seine starke Form über den Jahreswechsel gerettet und beim Slalom in Zagreb das zwölfte Podium seiner Karriere gefeiert, hauchdünn geschlagen vom Österreicher Marcel Hirscher.

"Ich habe gebuckelt wie ein Vollirrer“ hatte Felix Neureuther vor einigen Tagen seinen starken Jahresausklang mit den Plätzen drei und vier erklärt und zum Jahresauftakt 2012 in Zagreb noch einen draufgesetzt. Mit 0,29 Sekunden Rückstand auf Sieger Marcel Hirscher, feierte Neureuther den zweiten Platz vor Lokalmatador Ivica Kostelic.

Im Zielraum reckte der Deutsche die Arme gen Nachthimmel und ließ seiner Freude über die zwölfte Podiumsposition seiner Karriere freien Lauf. Dass er mit einem couragierten zweiten Lauf bei widrigen Bedingungen den Sprung von Platz vier nach dem ersten Lauf ganz nach oben und damit zum dritten Weltcup-Sieg seiner Karriere nur knapp verpasst hatte, störte ihn herzlich wenig. "Der Marcel ist ein verdienter Sieger, ich bin Zweiter. Das passt schon", strahlte der Deutsche.

Während der Österreicher sich mit seinem vierten Saisonsieg die Führung im Gesamtweltcup holte, gelang Neureuther ein nahezu perfekter Start in den Slalom-Monat Januar mit fünf Torläufen binnen drei Wochen. Im ersten Durchgang hatte er bei Temperaturen um den Gefrierpunkt von der Startnummer vier profitiert. Bei schlechter werdender Piste im zweiten Durchgang fuhr er überzeugend auf das Podest vor. "Die Leistung ist sehr, sehr hoch einzuschätzen. Das war ein sehr schweres Rennen", lobte Alpin-Direktor Wolfgang Maier.

Harte Arbeit und neues Material zahlen sich aus

Umso höher einzustufen ist seine Leistung, wenn man sich die Knieverletzung, die ihn zu Beginn des Winters gehandicapt hatte, in Erinnerung ruft. "Es ist natürlich auch das Resultat harter Arbeit", so Neureuther über sein aktuelles Erfolgsgeheimnis. Doch auch die neuen Ski haben ihren Anteil daran. Dank eines Materialwechsels im Sommer schlängelt er sich deutlich sicherer durch den Stangenwald.

"Er kann deutlich mehr ans Limit gehen und sich auch mal einen Fehler erlauben, der nicht gleich zum Aus führt", sagte Herren-Cheftrainer Karlheinz Waibel, für den Neureuther der einzige Lichtblick beim Flutlichtrennen blieb. Stefan Luitz war bereits im ersten Durchgang ausgeschieden, Philipp Schmid verpasste als 44. das Finale, in dem sich dann auch Felix Dopfer nach einem Fahrfehler verabschieden musste.

Dopfer scheidet aus

Dabei hatte Dopfer bei schwierigen Pistenbedingungen im ersten Lauf eine starke Leistung gezeigt. Mit Startnummer 24 war er als Elfter weit nach vorne gefahren. "Du musst einfach die vorgegebenen Spuren nachfahren, die sind runder als normal. Das ist mir nicht so schlecht gelungen", sagte der Riesenslalom-Spezialist. Das gelang ihm im Finale dann aber nicht, als er mit guter Zeit wegrutschte und ausschied.

sportal.de / sportal

Wissenscommunity